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Offene Türen und Geschichts-Impressionen auf der Domäne Mittelhof
Gensungen. 200 interessierte Teilnehmer aus Felsberg, Gensungen
und Umgebung folgten einer Einladung des Felsberger Geschichtsvereins
und des Heiligenbergvereins Gensungen zur Besichtigung des Herrenhauses
der Fomäne Mittelhof nahe Gensungen.
Die Vorsitzenden der beiden Vereine, Frank Fulda-Lengen und Fritz
Strack, nahmendas Publikum auf dem Hof der Domäne in Empfang.
Strack ging in seinen einleitenden Worten auf die Geschichte des
Mittelhofes und des Herrenhauses ein und wies dabei auch auf die
Bedeutung der letzten Pächterfamilie Hayessen hin, die vin
den Zwanziger- bis in die Fünfziger Jahre des vergangeenen
Jahrhunderts die Domäne bewirtschaftet hatte.
Freundlichen Applaus bekam Martha Hohmann, die Autorin der Lebenserinnerungen
vom Mittelhof mit dem Titel "Aus Nichts was mit Liebe".
Die heute 83jährige führte die Besucher durch das Herrenhaus
und berichtete dabei von dem Lebensstil eines herrschaftlichen Hauses
in dem sie als Hauswirtschaftlerin vor über 50 Jahren tätig
war.
Die Hauptkonservatorin Katharina Thiersch von der Denkmalpflege
war kurzfristig verhindert, so dass detailliertere architekturhistorische
Erläuterungen fehlten. Trotzdem konnten sich die zahlreichen
Besucher ein Bild vom Zustand des Gebäudes machen, den Geschichtsvereins-Chef
Frank Fulda-Lengen als desolat bezeichnete.
Fulda-Lengen hob die besondere Bedeutung dieser Veranstaltung hervor,
die in der Bevölkerung und bei den verantwortlichen Politikern
Bewußtsein und Interesse für die Erhaltung dieses einzigartigen
Spätrenaissancebaus in Nordhessen wecken sollte. Für viele
Teilnehmer war es die erste Gelegenheit überhaupt, das Herrenhaus
zu betreten.
Gemeinsam wird es nun Aufgabe des Felsberger Geschichtsvereins,
des Heiligenbergvereins, des Denkmalschutzes und der politischen
Gremien sein, Ideen und Strategien zur Erhaltung des Mittelhofes
zu entwickeln. Wegen des großen Interesses ist eine weitere
Besichtigung für nächstes Jahr geplant. (RED) (HNA vom
8. Mai 2003) |