Vortrag »Doris Blum-Wolff, die letzte Überlebende des Holocaust aus Frankenberg« am 7. November 2025

Im vergangenen Jahr meldete sich überraschend aus Amerika die 94-jährige Doris Wolff geb. Blum, während sie ihre Lebenserinnerungen in Frankenberg aufschrieb. Wenig später schickte sie das dabei entstandene Buch. Unser Frankenberger Stadtarchivar und Vorstandsmitglied des Frankenberger Geschichtsvereins, der Historiker Dr. Horst Hecker, der mit ihr bereits 2009 bei der Vorbereitung seiner großen Monografie „Jüdisches Leben in Frankenberg“ Kontakt aufnahm, stellte das Buch von Doris Wolff mit vielen Erinnerungen an ihre Kindheit am Obermarkt 2 in Frankenberg, ihre Auswanderung und ihr Leben in USA vor.

Doris Schneider aus Allendorf, deren Mutter als Hausangestellte bei der Familie Blum gearbeitet hat, erhielt den Namen Doris nach der Tochter ihres Arbeitgebers. Sie war extra zu der Veranstaltung in der Mauritiuskapelle des Klosters St. Georgenberg gekommen, um von ihren Kontakten und dem Leben und Arbeiten ihrer Mutter für die Familie Blum zu berichten. Nach dem Vortrag von Dr. Hecker stellte Karl-Hermann Völker einen Interviewausschnitt von Doris Wolff-Blum vor. An der Veranstaltung nahmen 50 Mitglieder des Frankenberger Geschichtsvereins und Gäste teil.