| Rundgang endete in Sturm und Hagel |
 |
Zum Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011fanden über 70 Besucher den Weg nach Hessisch Lichtenau Hirschhagen. Die Stadt Hessisch Lichtenau, der Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde, Zweigverein Hessisch Lichtenau, und der Ortsbeirat Hirschhagen hatten zu einer moderierten Führung entlang des historischen Themenpfads durch die ehemalige Sprengstoff- und Munitionsfabrik eingeladen. |
| |
 |
| |
Jürgen Jessen vor dem Gedenkstein Hirschhagen. |
| |
|
Ab 14 Uhr begann der Rundgang am Gedenkstein unterhalb des Eingangs von Hirschhagen. Jürgen Jessen gedachte der Opfer des 2. Weltkrieges verbunden mit einer Schweigeminute des Gedenkens an die über 178 Menschen, die bei der lebensgefährlichen Arbeit im „Werk“ unmittelbar den Tod fanden. Ihre Namen sind in der originalen Laterne am Gedenkstein eingelassen. An die Nachkriegsentwicklung erinnerte im Anschluss kurz der Ortsbeiratsvorsitzende von Hirschhagen, Karl-Heinrich Schlegel. |
| |
|
| |
Ortsbeiratsvorsitzender von Hirschhagen, Karl Heinrich (Henner) Schlegel. |
| |
|
Der Rundgang entlang der 16 Tafeln des historischen Themenweges vermittelte anhand der vorhandenen steinernen Zeugen interessante Einblicke in Entstehungszeit und Betrieb der Sprengstoff- und Munitionsfabrik, ergänzt von Zeitzeugenberichten nach der Methode der „oral history“.
Rund 15 Minuten vor dem geplanten Ende erreichte die Gruppe die Warnung vor einem drohenden Unwetter. Bereits nach 10 Minuten brachen Sturm, Hagel und Regenschauer los und überraschte die Teilnehmer, die gerade eine der Ruinen besichtigten. Hier fanden sie weitgehend Schutz, da eine Rückkehr zum Parkplatz ausgeschlossen war. Denn ringsum brachen Baumkronen und ganze Bäume stürzten um. |
| |
|
| |
Im Waschhaus, wo Duo-Nitritoluol zu Tri-Nitrotoluol gebracht und gewaschen wurde. |
| |
|
Die meisten Besucher flüchteten anschließend zu den am Eingang von Hirschhagen abgestellten Autos. Nur etwa zehn Interessierte fanden sich im Waldgasthaus zum Rohrbachtal ein und versuchten, mit Grog und Jägertee der drohenden Erkältung vorzubeugen. So fiel der größte Teil der dort vorgesehenen Informationen zur erstaunlichen Nachkriegsentwicklung zum INDUSTRIEPARK HIRSCHHAGEN leider ins Wasser. Die wenigen Standhaften konnten weiteres Informationsmaterial entgegennehmen: Mohrenköpfe – in Erinnerung an den volkstümlichen Namen des Werks „Mohrenkopfffabrik“ – und Gregor Espelages wissenschaftliche Gesamtdarstellung: „FRIEDLAND" bei HESSISCH LICHTENAU, Band II“ und den Flyer zum Themenweg Hirschhagen. |
| |
| |
|