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[Verhältnisse] hältnisse anzunehmen ist. Dieses ist durch unsre bisherigen Untersuchungen vielfach bestätigt worden. In dieser Beziehung haben wir im Laufe dieses Sommers vorgenommen:

1) Genaue Untersuchung der römischen Wehrlinie zwischen Main, Kinzig und Nidder, auf Kurhessischem Gebiete von Großkrotzenburg bis Eichen. Dabei sind die Angaben der Herren Steienr und Dieffenbach geprüft und größtentheils bestätigt, auch erhebliche neue Entdeckungen hinzugefügt worden. Die Vollendung der Untersuchung mußte aber bis zum Herbste verschoben werden.

2) Eröffung einiger s. g. Hünengräber. Der erste Versuch dieser Art in unsrem Bezirke, da die bisherigen Untersuchungen und Auffindungen nur römische Gegenstände betrafen. - In dem Windecker Stadtwalde zwischen Ostheim und Eichen liegen auf einer Anhöhe 16 bedeutende Grabhügel, von welchen wir 5 geöffnet haben. Das Ergebniß war:

a) Trümmer von 14 bis 16 Urnen, von sehr verschiedener Größe, Form und Masse. Sie waren sämmtlich schon im Boden so zerdrückt, daß keine Zusammensetzung mehr möglich war, außerdem noch einige kleinere Gefäße, s. g. Thränenkrüglein, und zwei kleine Schüsseln, wovon eine nothdürftig zusammengesetzt werden konnte. -

d) Zwei große Schwerter, gerade, zweischneidig, mit scharfer Spitze, 4 Fuß 3 Zoll lang, 2 Zoll breit, mit hölzernem Griffe, in einer metallenen Scheide, ganz mit grober Leinwand überzogen. Das eine ist vollständig, obwohl in Stücken, das andere nur zur Hälfte, aber in ganz gleichem Maaße und Verhältnisse, wie das erstere.

c) Vier sichelförmige Messer. Davon ist eins vollständig in einer hölzernen Scheide; von den andern fanden sich nur die Spitzen.

b) Ein steinernes Schneidwerkzeug, 2 Zoll lang.

e) Fünfzehn kleinere Gegenstände von Kupfer, in edlen Rost gehüllt, wahrscheinlich meistens Schmucksachen, zum Theil von noch unbekannter Form und Bestimmung.

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