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Verbindung des unruhigen Adels mit dem Interesse des Stiftes bezwecken sollte und diesen Zweck auch bis zum westphälischen Friedensschlusse erreicht habe. –

Hierauf hielt Hr. Dr. Bernhardi einen Vortrag über die wahren Ursachen, welche den ehemaligen Kons.-Rath und Professor Karl Wilh. Robert zu Marburg im Jahr 1778 veranlaßten, seine theologischen Ämter niederzulegen und in die juristische Fakultät überzutreten. Aus den ihm mitgetheilten Familienpapieren wies derselbe nach, dass Robert bereits im Jahr 1770 von der theologischen Fakultät in Marburg wegen seiner, angeblich mit den symbolischen Büchern nicht überall übereinstimmenden Lehre zur Rechenschaft gezogen worden war, und daß er, obwohl seine Lehrweise von dem damaligen Kurator der Universität v. Canngießer und von dem Ministerium gut geheißen wurde, doch von diesem Augenblicke an den ernsten Entschluß faßte, um jeden Preiß aus einer Stellung zu kommen, in welcher ihm der akademische Lehrerberuf mit den kirchlichen Anforderungen in entschiedenem Gegensatze zu stehen schien. Diese beglaubigten Nachrichten dürfen als eine Ergänzung der von Strieder in seiner Grundlage der hessichen Gelehrtengeschichte (Bd. Xll. S. 36 ) gemachten Mittheilungen betrachtet werden.

c) Am 7. Juli. Hr. Geh. Hofrath Ruhl las eine Abhandlung über Todesvorstellungen auf mittelalterlichen Sepulcral-Monumenten vor: worin unter besonderer Beziehung auf das Monument des Landgrafen Wilhelm Ill. von Hessen im Chor der St. Elisabeth-Kirche zu Marburg, nachgewiesen wurde, daß solche Bilder des materiellen Todes, welche zuerst in und nach dem 13. Jahrhundert allgemeiner vorkommen, aus dem Zusammenhängen der Kunst mit kirchlichen Festen und Mysterien-Spielen, woraus auch die Todentänze ihren Ursprung genommen, zu erklären seyen.

2) Zu Hanau. a ) Am 7. Mai hielt Hr. Pfarrer Merz einen Vortrag über die Einführung der Reformation in der Grafschaft Hanau-Münzenberg. Er führte die Ansicht durch, daß in der ersten Zeit der diesseitigen Kirchenverbesserung kein

 

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