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da sie alte Bischofsreihen und sonstige Mainzische Hausnachrichten enthalten.

Hinsichtlich der vorhanden gewesenen, nunmehr aber vermißten Geschichtsquellen ist es merkwürdig, daß die drei Herausgeber Mainzischer Geschichten: Serarius, Joannis und Bodmann, ältere und bessere Geschichtsquellen vor sic h hatten, als diejenigen waren, welche sie zum Gegenstand ihrer Veröffentlichungen machten oder gebrauchten.

Serear hatte 1604, zufolge der Nachricht, welche er hinter der Vorrede seiner Mainzischen Geschichte gibt, hauptsächlich drei Handschriften:

        1) MSH. oder MS. maior, war die Chronik des Georg Heilmann oder Hell, genannt Pfeffer. Er war Canonicus an der St. Bartholomäuskirche zu Frankfurt, dann Siegler und Kanzler zu Mainz, als welcher er am 5. August 1498 starb. Beim Jahre 1447 soll er sich genannt haben und seine Chronik soll bis 1497 gegangen seyn. Vergl. Joannis 1 praef. 3 und 1, 441. Latomus bei Mencken Script. 3, 468. Schunck Beitr. 2, 268 und 3, 401.

        2) MS. minor war nach Joannis 1, 441 jünger als Heilmann, und hatte nach 1, 568 sogar aus Trithem geschöpft.

        3) MSL. war Joh. Latomus (gest. 1598 als Decan des St. Bartholomäusstiftes zu Frankfurt ) Catalogus aeporum. bis 1582, seitdem gedruckt Mencken Script. 3, 407 - 563.

Joannis zählt 1722 in der Vorrede zum ersten Bande seiner Res. Mog. folgende weitere handschriftliche Quellen auf, von denen er Kenntniß hatte:

        4) Collectanea miscella, praeter res. alias, Moguntinas praecique complectentia. Incipiunt ab anno 1187 et finiunt in anno 1478, continentque plura aliis ignota, plura etiam melius aliis explicant. Latent in archeio bene mihi noto. Joannis hat diese Miscella, welcher er auch Symmikta nennt, zuerst 1, 653 zum Jahre 1329, dann ununterbrochener 1, 674 - 712 zu den Jahren 1359 - 1397 angeführt. Das Citat bei Joannis 1, 683 verglichen mit Bodmann Rheing. Alterth. 809 gewährt die Gewissheit, daß

 

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