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liefert, daß bei den so spärlichen Mitteln nichts versäumt wurde, um die noch vorhandenen geschichtlichen Ueberreste zu retten und zu sammeln, manches Dunkel der Vorzeit aufzuhellen, den klassischen Boden, bis auf die ältesten Zeiten zurück, auszubeuten, die Orts- und Familien-Verhältnisse wieder hervorzurufen und den Sinn für vaterländische Geschichte möglichst zu verbreiten. Hierauf giebt der Bericht die Abhandlungen, welche muthmaßlich das nächste Heft bilden werden, nämlich eine chronologische Uebersicht der hauptsächlichsten Veränderungen in dem Territorialbestand der hess. Staaten, einen Aufsatz über die vormundschaftliche Regierung hess. Fürstinnen, zu beabsichtigten Feier des 600 jährigen Bestehens des hess. Staates unter e i n e m Fürstenstamm, welcher Aufsatz indessen unvollendet geblieben ist, beide aus dem Nachlasse des Geh. Staatsraths Knapp; ein Register zu den 5 ersten Bänden des Archivs, von Herrn Oberfinanzrath G ü n t h e r; eine Zusammenstellung der Nachrichten über mehrere an der Straße von Dieburg nach Eberstadt befindlichen röm. Grabhügel und militärischer Ueberreste, von Hrn. Revierförster Hoffmann; die Fortsetzung der Beiträge zur Geschichte erloschener adeliger Familien, wie etwa der von Albach, Burkhardsfelden, Crainfeld, Engelhausen, Griedel, Heiligenberg von Ulfa, Hirzenhain, Lixfeld, Nidda, Strebekoz von Gonterskirchen, Ulfa, von Hrn. Hofrath Wagner; das Großherzogthum Hessen unter dem Kaiser Augustus, das Großherzogthum Hessen in dem Zeitalter der Völkerwanderung, das römische Worms und die Vangionen, von dem Hrn. Gymnasialdirector Dr. Dilthey. Schließlich spricht der Bericht an die Großh. Regierung die Bitte aus, den Verein auch ferner in seinen gemeinnützigen Bestrebungen zur Erforschung und Bearbeitung der vaterl. Geschichte u. Alterthumskunde zu unterstützen, sowie an die Gesellschaftsmitglieder, in dem selbstthätigen Wirken für diese Zwecke nicht zu ermüden, da die Kraft nur stark werde durch Vereinigung und gleiche Gesinnung! Auf Aufforderung des Präsidenten hält sodann Hr. Pfarrer Dr. Scriba von Messel einen Vortrag über die Gefangenschaft des Grafen Georg Albrecht von Erbach in Tunis nach den Originalaufzeichnungen im Erbacher Archive. Nach diesem schreitet die Ver-[sammlung]
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