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die Verhältnisse des Fürstenthums Fulda vollkommen gerechtfertigt wurde, indem die genannte Anstalt bei ihrer ungemein geringen Dotation und der dadurch bedingten Unzulänglichkeit ihrer Lehrkräfte, Lehrmittel und wissenschaftlichen Anstalten auch den mäßigsten Ansprüchen nicht zu genügen vermochte und die Hülfsquellen des Landes eine befriedigende Ausstattung unmöglich machten. Noch heute, bemerkte der Ref., höre man häufig den damaligen Landesherrn anklagen, daß er Fulda seiner Hochschule beraubt habe, doch führe eine unbefangene und gründliche Prüfung der Verhältnisse zu der Ueberzeugung, daß jene Astalt doch nur ein kümmerliches Daseyn gefristet haben würde und ihre Aufhebung kein Verlust für Fulda gewesen sey. Hieran schloß sich ein Vortrag des Hrn. Landgerichtsrath Gössmann, in welchem derselbe eine auf gründliche und umfassende Studien gestützte Schilderung der Schicksale Fulda’s während der Bauernkriege und des dreißigjährigen Krieges entwarf und alle bemerkenswerthen Ereignisse, deren Schauplatz die genannte Stadt und deren Umgegend in jenem Zeitraume war, in chronologischer Ordnung zusammenstellte. Schließlich theilte Hr. Hofrath M e r z eine Fulda‘sche Verordnung in Commerciensachen vom 17. October 1764 abschriftlich mit, aus welcher sich ergab, daß damals die Fulda bis Lüdermünd (1½ Stunden außerhalb Fulda) schiffbar war und die Regierung die Absicht hatte, dieselbe in kürzester Frist bis zur Stadt Fulda in schiffbaren Stand zu setzen.

 

Bestand der Mitglieder.

1. Des Vereins für das Großherzogthum.

a. Zugang.

Herr

Dr. Birnbaum, Geh. Justizrath und Kanzler der Landesuniversität, am 25. Juli.

Herr

Bonhard, Pfarrer zu Offenthal, am 17. Sept.

Herr

Spieß, Oberstudienassessor zu Darmstadt, am 22. Sept.

Herr

Küchler, Pfarrer zu Egelsbach, am 26. Sept.

Herr

Kraus, Pfarrer zu Arheilgen, am 4. Okt.

Seine Erlaucht der Herr Graf Maximilian zu Solms-Rödelheim, am 6. Okt.

 

 

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