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fingersdick aus gebranntem, braunrothem Lehm bestand, lagen massenhafte Bruchstücke von Thongefäßen und gefrittetem Glas, ganze Kohlenstücke, Bruchstücke, von Eisenbeschlag und Nägeln, der Fuß einer Schüssel und ein 7’’ langes spindelartiges Instrument von Bronze.

2. In Heddernheim wurden, unfern der Stelle, wo im Herbst 1853 ein römischer Brunnen ausgebeutet worden war (vgl. Per. Blätter 1853 Nr. 1 S. 17), römische Mauern, die einen Raum von etwa 14’ ins Gevierte einschlossen, herausgebrochen und fanden sich im Schutt, 3’ unter der Oberfläche, nachstehend verzeichnete Alterthümer:

a. Eine römische Ara, von röthlichem Sandstein, wohlerhalten, 2’ hoch, 1’ breit, 10’’ dick, mit der Inschrift:

I. O. M. H

IVNONI

MMO

CONEBB. I

V. S. M.

b.   Eine Ara, von grauem Sandstein, am Fuß beschädigt, 1’ 9’’ hoch, 5 ½’’ dick, mit der Inschrift:

I. O. M.

ET

IVNONI

IVL. M.

. IMIN . .

c. Ein Matronen-Denkmal, aus zwei Stücken von grobkörnigem Sandstein. – Der Untersatz, 1 ’4’’ hoch, 2’ breit, 7’’ dick, enthält in großen Buchstaben die Aufschrift:

MATRIBVS. C

FIRMVS. DEC

IN SVO E

Durch Beschädigung des Steines am linken Rand sind die Endbuchstaben (c) der beiden ersten Zeilen zweifelhaft. –

Der Aufsatz ist ein dreispitziger Giebel, dessen Basis 2’ 3’’ l ang, dessen Seiten gleichschenklig, jede 2’ 1’’ lang und dessen Höhe, aus der Spitze, 1’ 8 ½’’ ist, bei 6’’ Dicke. Der Giebel ist von einer rundbogigen Thoröffnung durchbrochen und sonst architektonisch verziert, in der oberen Spitze der Halbmond, rechts und links eine sternartige Ausfüllung.

An derselben Stelle fand sich d. eine schwere Axt von Eisen; e. ein vermodertes Büchschen von Eisenblech enthielt mehrere geröstete bohnenartige rundliche Früchte, welche Kenner

 

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