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[ab]gestochen wurden, ließ sich aus der Bodenbeschaffenheit nicht ermitteln. Außer den ziemlich wohlerhaltenen Knochen, die sehr kräftigen Gestalten angehört haben mußten, wurde sonderbarerweise trotz der sorgfältigsten Nachforschung auch nicht das Geringste gefunden. XI., Ein wohlerhaltenes Gerippe, das nach Möglichkeit zusammengesetzt wurde, und von einem jungen Manne herzurühren scheint. Die Zähne sehr gut, Stirne schmal, Hinterkopf lang. Gefunden wurde : a) am linken Ohr ein Glasglöckchen, das 2,2 Cm. lang und 1 Cm. breit ist. b) Am Halse Perlen von Thon, Glas und Encriniten. c) Auf der linken Brust ein aus zwei runden, dünnen, ineinander passenden Blättchen bestehender Gegenstand, der die Größe eines Guldens hat, nach Art einer Brosche mit Hacken und Nadel versehen war, und wahrscheinlich als Hafte für Kleidungsstücke diente. d) Am Ringfinger der linken Hand ein Broncering. e) Zwischen den Oberschenkeln in der linken Hand ein Messer, dessen Klinge 12 Cm. lang und an der Angel 2 Cm. breit ist. f) In der Nähe der rechten Hand ein Kamm von Knochen, der 16 Cm. lang, 4 Cm. breit und den jetzt gebräuchlichen Kämmen ähnlich ist. g) Bei f. ein aus ziemlich hellem Thon gefertigter Topf, der mit Ohr- und Mundloch versehen ist. An der Oeffnung 11 Cm., in der Mitte 19 Cm., am Boden 8 Cm. Durchmesser, Tiefe 15 Cm. Bei diesem Gefäße lag ein Thierknochen. h) Zur Seite des Gerippes wurde ein Wurfspeer aufgefunden, der 117 Cm., lang ist, und eine mit zwei Widerhacken versehene, vierkantig zulaufende Spitze hat. – Nach dem in dem weißem Sande sich hinziehenden, verwitterten Holzstreifen muß der in der Dille befestigte Schaft eine Länge von 1,5 Cm. gehabt haben. XIII., Ein sehr verworfenes und durch den Anbau berührtes Gerippe. Gefundene Gegenstände : a) Ein kleiner eiserner Ring von 3,3 Cm. Durchmesser.
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