|
.. |
466
auch die Wirksamkeit und die Bedeutung dieses Instituts, so daß dasselbe jetzt 200 ordentliche und 60 correspondirende Mitglieder zählt, mit 70 historischen und alterthumsforschenden Gesellschaften Europa’s in Verbindung mittelst Schriftenaustausch steht und bis jetzt 25 Bände seiner Zeitschrift und ihrer Supplemente, in welchen 188 zum großen Theil sehr werthvoller, ja ausgezeichneter Arbeiten niedergelegt sind, veröffentlichen konnte. Diese Arbeiten betreffen nicht allein die Geschichte des Volks, der Fürsten, Geschlechter und Ortschaften, sondern auch das Kirchenwesen, die städtischen Verhältnisse. die Rechtsalterthümer jeder Art, Gau- und Geschichtsverfassung und namentlich eine überaus schätzbare Sammlung ungedruckter und gedruckter Urkunden, also Quellenwerke, wie sie der Forscher nur immer wünschen kann. Schließlich wieß der Redner auf diese bereits gewonnenen Resultate als auf die sichersten Zeichen eines lebendigen Sinnes für die Geschichte hin und knüpfte daran das Vertrauen für die Zukunft, daß dieser Sinn namentlich in unserer viel bewegten Zeit sich von Neuem bethätigen, und die humanistische Seite der Geschichtsstudien ihren klärenden und beruhigenden Einfluß, gegenüber dem trüben und maßlosen Treiben unfertiger Zustände und Fragen, bei seinen Mitgliedern wohlthätig empfinden lassen werde. Nach Beendigung dieses allgemein ansprechenden Vortrages, legte der Präsident eine äußerst werthvolle und interessante Sammlung hessischer Gold- und Silbermünzen vor, welche Herr Hofgerichtsadv. Dr. Schazmann dem Vereine zum Geschenke gemacht hatte, wofür demselben der Dank der Versammlung durch Erheben von den Sitzen ausgesprochen wurde. Ebenso wurde ein Glückwünschungsschreiben von Hrn. Hofrath Dr. Steiner verlesen, welchem als Festgabe ein Exemplar seiner Schrift, Sammlung und Erklärung altchristlicher Inschriften beigefügt war, wie denn auch der Präsident des Frankfurter Geschichtsvereins die Glückwünsche seiner Gesellschaft mündlich aussprach. Andere merkwürdige Gegenstände, wie z. B., ein hessisches Album, welches Geh. Ober-Domänenrath Günther gesammelt, eine demnächst zur Vertheilung kommende Schrift über die Kennzeichen der alten Gaugrenzen von Hrn. Pfarrer Heber dahier lagen zur Feier des Tages vor. — Da der seitherige Vicepräsident Archivrath Strecker genöthigt war, aus Gesundheitsrücksichten sein Amt niederzulegen, so wurde statt seiner durch Acclamation der bisherige Secretär, Archivdirector Dr. Baur, und an dessen
|
.. |