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XXXVII von Neuhaus aus. Selbst, wenn man den Bielefelder Pass mit in die Errechnung zieht, ist anzunehmen, dass hier Varus schwerlich etwas Ernstliches zugestossen sein würde. Gehen wir nun vom Oerlinghäuser Pass an bis zum Altenbeker sämmtliche bekannten Routen durch, die Stapelager Schlucht, die sogenannte Dörenschlucht, Lopshorner, Hartröhren, Breitenaht Uebergang, Pass Kreuzkrug-Berlebeck, Kreuzkrug-Horn, Kohlstädt-Horn, Altenbeken-Horn, Altenbeken-Warburg. Das Dörenthal war absolut ungefährlich für Varus. Hier trifft auch nach der Schilderung der Quelle (Dio), wie das Terrain beschaffen gewesen sein muss, um Varus zu einer solchen Katastrophe zu bringen, fast gar nichts zu. Etwas mehr bei dem Oerlinghäuser Pass und der Stapelager Schlucht, wenig bei Lopshorn, Hartröhren, Breitenaht. Der Berlebecker Pass bietet mehr, Kreuzkrug-Horn weniger, Kohlstädt-Horn die meisten Vorbedingungen unter ihnen, um einem Heere Schwierigkeiten zu bereiten, nicht in dem Masse die beiden Altenbeker Pässe. Aber mochte Varus von hüben oder drüben einen dieser Wege genommen haben, sie waren ihm nicht auf lange Zeit von den Germanen zu verstopfen, am leichtesten bei Kohlstädt-Exterstein (Horn), so dass Varus in das Gebirge seitwärts hätte einbiegen müssen. Er war also bald wieder in freierem Terrain, wo zu jener Zeit auch die dreifache Zahl der Germanen ihm nichts anhaben konnte. Nun kommt aber hinzu, dass auf der Strecke bis Kohlstädt-Horn die Waldungen damals unzweifelhaft schmäler waren; nach der Senne liegt jetzt fast gleichmässig ein Fichtengürtel auf dürrem Sandboden vor und auch auf der Nordseite sind jetzt erst die Vorberge zum Theil damit bewaldet. Hier liegt gewiss keine Devastation, sondern Boden vor, welcher damals noch weniger Buchen erzeugen konnte, als jetzt. Endlich aber fehlten auf dieser Strecke, — besonders innerhalb der Pässe oder anschliessend — zahlreiche Schluchten und auch hier oder da jenseits des Passes die Anzeichen ehemaliger Sümpfe etc., vor Allem aber gänzlich die Felsklüfte, bis auf die Extersteine selbst, welche als Ende des Passes, östlich aber ganz leicht zu umgehen waren. Diese ganze Strecke bis Kohlstädt-Horn muss also nach der Schilderung
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