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LVIII

[anschliessenden] schliessenden Strecke thätigen Antheil nehmen. Zwischenzeitlich hatte Conrady endlich auch noch entlang der einstigen Grenze eine grosse Anzahl römischer bürgerlicher Niederlassungen im Mainthal ermitteln können. Dieselben lagen hofartig vereinzelt meistens einige Kilometer landeinwärts vom Flusse auf den Vorhügeln der Mainberge und mochten wohl durchweg zu Zwecken der Landwirthschaft und Viehzucht gedient haben. Dem Volke galten sie meistentheils als Stätten einstiger Schlösser oder Klöster. Eine dieser Ansiedelungen, das sog. alte Schloss bei Grosswallstadt erwies sich bei der Ausgrabung als römischer Meierhof mit weitläufiger Umfassungsmauer aber dürftigen Innengebäuden. Die vorgerückte Zeit verbot indessen, irgendwie näher auf die Ergebnisse auch dieser durch mehrere Jahre sich hinziehenden Untersuchungen einzugehen, und indem Redner darauf verwies, dass die wichtigeren Resultate seiner Forschungen auf dieser Mainstrecke (mit Ausnahme der Erhebungen bei Stockstadt) in Einzelmittheilungen bereits veröffentlicht seien, fügte er nur noch die Schlussbemerkung bei, dass die grössere Breite und Ausführlichkeit bei der Darstellung des ersten (grossentheils jetzt zum ersten Mal zur Sprache gebrachten) Theiles seiner Bemühungen am Limes den Zweck gehabt habe, einestheils durch Schilderung der fortschreitenden Begebenheit und Handlung den vielfach trockenen Stoff etwas lebendiger zu gestalten, anderntheils und hauptsächlich aber durch eingehendere Beleuchtung der Art und Weise seines Vorgehens Material zu der Beurtheilung zu bieten, inwieweit seine Forschungsarbeiten als gründlich und ihre Ergebnisse als zuverlässig betrachtet werden könnten. —

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Monatsversammlung am 17. Mai. Aus der Vorstandssitzung vom 26. April ist mitzutheilen, dass

1) Major Dahm zum stellvertretenden Vorsitzenden,

2) Dr. Eisenach zum Schriftführer,

3) Jac. Wiedersum zum Rechnungsführer,

4) Ed. Rössler zum Bibliothekar,

5) R. Forst zum Archivar,

6) Dr. Suchier zum Conservator gewählt wurde.

 

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