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46 Das Steindeckergewerbe vererbte sich auf seine Nachkommen bis auf den heutigen Tag. Der Chronist war mit einer geb. Remy verheirathet, die ihm 5 Töchter und 2 Söhne gebar. Die älteste Tochter war die Mutter des jetzigen Stadtbaumeisters Thyriot. Die Eheleute Eller feierten in den 40er Jahren ihre goldene Hochzeit mit grossem Pomp. Die Chronik beginnt mit dem Jahre 1806 und endigt mit der Wahl Friedrich Wilhelms IV. zum deutschen Kaiser im Jahre 1849. Am werthvollsten sind die Nachrichten aus den Jahren 1806—1815, die ein recht anschauliches Bild der damaligen politischen Zustände und kriegerischen Ereignisse, wie sie sich vor den Augen eines Hanauer Bürgers abspielten, geben. Von den späteren Zeiten beschränkt sich der Chronist im Wesentlichen auf die Erwähnung der Witterungsverhältnisse, der Ernteergebnisse, der Brände, Unglücksfälle und Mordthaten, dazwischen werden bedeutende politische Ereignisse erwähnt, jedoch selten etwas über die Specialgeschichte der Stadt, das Leben und Treiben ihrer Bewohner bezeichnendes aufgeführt. Ausser den vorstehend erwähnten Bemerkungen gab der Vortragende auf Grund der Chronik eine Darstellung der Geschichte Hanau’s während der Zeit der französischen Herrschaft und der Regierung des Grossherzogs von Frankfurt. In der Monatsversammlung am 2. März legte der Vorsitzende Dr. Suchier einige Schriftstücke aus dem Nachlass des am 20. December 1888 verstorbenen Ehrenmitgliedes H. Emmel vor, die denn weiter besprochen und erläutert wurden, nämlich: 1) eine Historiola des Hanauischen Spitals, geschrieben von dem thätigen zuverlässigen Forscher Johann Adam Bernhard, der 1688 in Hanau geboren, dort 1718—36 Rector und dann bis zu seinem Tode Archivar war; 2) ein Blatt mit Notizen zur Geschichte desselben Spitals, wahrscheinlich im vorigen Jahrhundert von einem Gelehrten geschrieben; 3. Mittheilungen von Emmel selbst über den vielseitig gebildeten Johann Andreas Benignus Bergsträsser, der 1732 zu Idstein geboren, von 1760 bis zu seinem Tode 1812 Rector des lutherischen Lyceums in Hanau war und dort den optischen
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