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[er]wünschte Veranlassung zu Verhandlungen, über diese Frage; obwohl Wilhelm mit allen in Betracht kommenden Beichsständen in Fühlung trat und eine außerordentlich eifrige Tätigkeit entfaltete, war ihm der Erfolg nicht hold. Die von ihm gewünschte Empfehlung seines Verlangens an den neuen Kaiser wurde vom Kurfür stenkollegium abgelehnt. Nicht besser erging es ihm, als er 2 Jahre später beim Tod Leopolds wieder in derselben Riehtang sich bemühte.
In richtiger Erkenntnis der bestehenden politischen Verhältnisse hatte Wilhelm schon von Anfang an in dieser Frage mit Preußen Fühlung genommen, ohne freilich sogleich auf Gegenliebe zu stoßen. Erst die Bedürfnisse und Nöte des Kampfes gegen die französische Revolution brachten hier eine günstige Wendung hervor — im Vertrag vom 26. Juli 1792 verpflichtete sich Preußen, für die Wünsche des Landgrafen zu stimmen und zu wirken. Und dieser Verpflichtung ist Preußen treu geblieben durch all die Wirrnisse der folgenden Jahre hindurch, in denen diese Abmachungen wiederholt neu bestätigt wurden, in denen aber die Frage der Erwerbung der Kurwürde längere Zeit hinter der Schadloshaltung für die Verluste auf dem linken Rheinufer zurücktreten mußte. Durch sie war Wilhelm ja auch gezwungen worden, Verhandlungen mit Frankreich anzuknüpfen, sehr gegen seine Neigung, da es ihm einesteils sehr schwer wurde, überhaupt mit dem revolutionären Frankreich zu verhandeln; daneben kostete es ihm aber auch erhebliche Überwindung, auch nur einen Teil der Summen aufzuwenden, die andere Staaten an die französischen Unterhändler zahlten, um ihr Ziel zu erreichen und ohne die nichts zu erhoffen. Und dieser unangebrachten Sparsamkeit ist es denn auch zuzuschreiben, daß Wilhelm in Paris zunächst nichts erreichte, obwohl ihm schon in einem geheimen Vertrag, den Preußen mit Frankreich im Jahre 1796 geschlossen hatte, Berücksichtigung zugesagt worden war.
Dieser Mißerfolg wurde aber dadurch wieder ausgeglichen, daß Preußen nachdrücklich bei dem seit Oktober 1801 mit Frankreich verbündeten Rußland |
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