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[Auf]nahme. — Zu dem sehr interessanten Vortrag machten Professor Dr. phil. Schautz und Geh. Regierungsrat Fritsch ergänzende Angaben. Ein Artikel der „Kreuzzeitung“ über den vor dem Eintritt Hannovers in den Zollverein an der hessisch-hannoverschen Grenze herrschenden Schmuggel kam zur Verlesung und wurde von Rechnungsdirektor Woringer, Geh. Regierungsrat Fritsch und Schriftsteller Wolff besprochen. Generalmajor z. D. Eisentraut zeigte einen Erlaß der hessischen Regierung vom Dezember 1760 vor, durch den der Bevölkerung das von dem französischen Marschall Herzog von Broglie erlassene Verbot bekannt gemacht wurde, sich für die alliierte Armee anwerben zu lassen oder sie sonst zu unterstützen. Dieser Erlaß hatte zu einem eigentümlichen Schriftwechsel zwischen dem berühmten hessischen General v. Gilsa und dem Landgrafen Friedrich II. geführt, welcher letztere im Gegensatz zu Gilsa der Ansicht war, daß der Bekanntmachung derartiger Erlasse kein Hindernis bereitet werden dürfe, damit die Einwohner Hessens vor Schaden bewahrt wurden. — Rechnungsdirektor Woringer machte Mitteilungen über den in Kurhessen seßhaft gewordenen Zweig der pommerschen Familie v. Borcke (von Borck) und über seine in hessischen Kriegsdiensten gestandenen Mitglieder, von denen der spätere General Otto Christoph v. Borcke dem Landgrafen Wilhelm VIII. in der Schlacht bei Ramillies das Leben rettete. Sekretär Sauer erzählte von dem wegen seiner kräftigen Witze bekannten Förster Schäfer im Eichwäldchen bei Kassel. — Der Vorsitzende zeigte eine Anzahl bei Rauisch-Holzhausen ausgegrabener mittelalterlicher Scherben vor und gab dazu Erläuterungen.
3. Am 19. Dezember 1910 gedachte der Vorsitzende, Generalmajor z. D. Eisentraut eines verstorbenen Mitglieds, des hessischen Dichters Karl Preser, der ein echt hessischer Mann gewesen sei und dessen Gedichte von echter Liebe zum Hessenlande durchglüht seien; sein größtes Verdienst sei aber, daß er den von Seume in die Welt gesetzten Ver-[leumdungen]
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