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1. Tongrube. Die Grabung setzte 1909 bei dem äußerlich auffallendsten Punkte auf dem Plateau ein, jenem wallumrahmten Gebilde, das als Tongrube gedeutet war. Eine sorgsame Prüfung des Geländes ergab, daß wir diese Anlage bisher nicht richtig aufgefaßt hatten. Eine Aufschüttung ist nur im Süden und Norden, nicht aber im Osten vorhanden. Was uns als Ostwand erschien, war das natürliche, von Südosten nach Nordwesten sich senkende Gelände. Damit mußte aber die Nordostecke (siehe die Übersichtsskizze Abb. 2 im 1. Bericht) anders gewertet werden. Hatten wir früher die Ostseite als Aufschüttung und die Nordostecke als vielleicht zufällige Lücke in dem östlichen Aufwurf angesehen, so mußten wir jetzt in ihr eine künstliche Vertiefung des Erdbodens erblicken, die ihrer Form nach als Ausgang aus der Grube angesprochen werden durfte.
Der erste Schnitt, der nun gelegt wurde, war ein 10 m langer, l m breiter Graben quer durch die Senkung der Nordostecke; es ist der mit B 3 bezeichnete Schnitt auf Beilage l (Profil S. 105). Unter der 30 cm dicken Humusdecke begann eine stark mit Grauwacken durchsetzte Tonschicht. Während sich an beiden Enden des Schnittes sehr bald in der Gesamttiefe von 55 cm eine feste Steinschicht zeigte, die den Eindruck unberührter Lagerung machte, bestand die mittlere Partie nicht aus gewachsenem Boden. In 60 cm Tiefe kamen Scherben zum Vorschein, in 70 cm Tiefe zeigten sich Knochenstückchen und ein wohlkonservierter Tannenzapfen. Dann aber war überall eine feste Steinsohle erreicht, die kaum mehr zu entfernen war, und die wir wohl schließlich hätten liegen lassen, wenn nicht an einer Stelle ein winziges Stückchen Holz herausgeschaut hätte. Der Holzspur wurde nachgegangen, und da zeigte sich, daß unter den weggeräumten Steinen noch eine ganze Menge Hölzer lagen, die sich nach allen Seiten verzweigten. Infolge dessen wurde die ganze Steinsohle herausgenommen. Auf eine Länge von 3,70 m kam überall das Holz zu tage. Dann hörte es aber ganz scharf auf und wurde an beiden Seiten begrenzt von blauem Mergel, der, wenn er keine Bisse zeigt, sicher zu dem
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