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― 47 ― milienforschung [Familienforschung] (Genealogische Vereinigung) zu Frankfurt a. M. Leider ist es dem Verein seit 1913 nicht mehr möglich gewesen, seine Mitglieder und die mit ihm im Schriftenaustausch stehenden Vereine mit einer Vereinsgabe zu erfreuen. Der Verein hofft aber, das Versäumte bald nachholen zu können. Über irgend eine Veröffentlichung werden Verhandlungen in die Wege geleitet. — Wenn der Krieg hier hemmend, so hat er andererseits, wie oben schon erwähnt, fördernd gewirkt. Die Heimatliebe ist in vielen gestärkt und in gar manchen aufs neue erwacht und befestigt worden. Das zeigte sich in Stadt und Land, als die beschlagnahmten Glocken unserer Kirchen zum Teil die Türme verlassen mußten. Wir merkten, sie sind mit unserem Seelenleben verwachsen, und unser großer Schiller hat in seinem Liede von der Glocke dem ganzen Volke aus der Seele gesprochen. Diesem Gedanken ist bereits in der vorjährigen Jahresversammlung Rechnung getragen worden durch unseren Vorsitzenden, Herrn Geh. Studienrat Oberrealschuldirektor Dr. F. Schmidt. Sein Vortrag „Die Glocken in den Kirchen des Stadt- und Landkreises Hanau“ sollte gewissermaßen ein Scheidegruß zum Abschied der Glocken sein. Durch die Unversöhnlichkeit erbitterter, rachedurstiger Feinde ist uns der Abschied von den Glocken nicht erspart geblieben. Am 7. November 1917 wurden die ersten Glocken unseres Kreises am Nordbahnhof verladen. Die Herren Professor Zimmermann und Leutnant Birkner vom Geschichtsverein waren zugegen und stellten an der Hand des von Heinrich Wenzel im Jahre 1912 angefertigten Verzeichnisses der Glockeninschriften in den Kirchen des Kreises Hanau fest, welche Glocken zur Ablieferung gekommen waren. Glocken, die im Verzeichnis fehlten, wurden zur Vervollständigung nachgetragen. Von den Glocken der Hanauer Gotteshäuser sind die der Marienkirche bei der Abnahme photographiert und die Platten nebst 10 Aufnahmen dem Geschichtsverein übergeben worden. So wird die durch die Not der Zeit gebotene Maßnahme den künftigen Geschlechtern nicht aus der Erinnerung schwinden. Mögen sie erkennen, wie wir
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