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In einem aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts stammenden Haus in Fritzlar wurden Deckenmalereien aus dem 17. Jahrhundert entdeckt. Solche Deckenmalereien, die sonst nur in Kirchen vorkommen, sind für Nordhessen bisher nicht bekannt geworden.

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Nach einer Initiative der "Freunde des Stadtmuseums e. V." wird z.Z. im Stadtmuseum Kassel ein Modell "Kassel im Jahr 1766" im Maßstab 1 : 500 er stellt. Das Jahr 1766 wurde gewählt, weil anschließend die Befestigungsanla gen geschleift wurden, und ab 1767 langsam das neue Kassel entstand. Das später rd. 900 Häuser umfassende Modell wird ungefähr 65 000,-- DM kosten, wovon schon über 40 000, DM durch Spenden oder "Hauskäufe" eingegangen sind. An weiteren Spenden sind für die Modellteile Unterneustadt (vollständig) 23 000, DM und für die Oberneustadt 8 000, DM eingegangen. Spen det man das Geld für den Bau eines bestimmten Modellhauses, so erhält der "Käufer" in Form einer Urkunde einen Grundbuchauszug, und der Name wird in einem "Spendergrundbuch" verzeichnet. Das Ausmaß städtebaulicher Fehl planung und das völlige Unverständnis der Kasseler Stadtverwaltung für den kulturellen Wert des von früher Überlieferten werden deutlich, wenn man das frühere und heutige Bild Kassels mit dem früheren und heutigen Bild etwa der Touristenattraktion Rothenburg ob der Tauber vergleicht, das im Zweiten Weltkrieg ebenso schwer wie Kassel zerstört wurde. Vieles hätte sich trotz schwerer Kriegsschäden erhalten lassen.

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Auf Empfehlung des Hessischen Museumsrates bewilligte der hessische Wirt schaftsminister aus dem kommunalen Finanzausgleich zusätzlich 1 000 000, DM für 38 Museen. Das Stadtmuseum in Hofgeismar soll mit 90 000, DM (Bau von Stadtmodellen, Erwerbungen), das Kurmuseum und das Museum "Altes Berg amt" in Bad Wildungen mit 48 000, DM gefördert werden.

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Die Dissertation von Helmut Sander, "Das Herkulesbauwerk in Kassel Wilhelmshöhe. Berlin, Kassel 1981", kann verbilligt beim Verfasser bezogen werden: Dr. Helmut Sander, Hauffstraße 28, 3500 Kassel.

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Auf der Gedenkmünze zum 40jährigen Bestehen der Bundesrepublik sind in einigen Wappen der Bundesländer, auch im hessischen Wappen, grobe Verän derungen vorgenommen worden. So wurde der hessische Löwe ohne die Tei lungen ("Streifen" Rot und Silber) wiedergegeben, vgl. dazu den Kommentar von Niklot Klüßendorf in: Geldgeschichtliche Nachrichten. 24. 1989. Nr. 132, S. 196.

 

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