Zweigvereine 33 Winterabenden. Fest vorbestimmt im sozialen Gefüge des Dorfes waren die Trachtenfarben Rot oder Grün für junge Mädchen, Schwarz für die verheiratete Frau. „Mit der Heirat nahm die Farbintensität im Lebensweg der Trägerin ab, bis sie nur noch Schwarz trug“, schilderte Karin Arnold. „Harte Trauer“ verlangte ein Jahr absolutes Schwarz, das erst nach vier Jahren wieder aufgelockert werden durfte. Männer trugen im Oberen Edertal im Sommer weiße Schnitterhosen, darüber einfache, blaue Kittel als Überwurf für die Feldarbeit – später aufwertend als Hessenkittel“ bezeichnet. In der voll besetzten Mauritiuskapelle des Frankenberger Museums kam es während des Vortrags des Ehepaars Arnold zu einem lebhaften Dialog mit den Zuhörern, die vor allem die mitgebrachten Textilstücke selbst „anfühlen“ wollten. Ruth Piro-Klein vom Frankenberger Geschichtsverein bedankte sich für den „wertvollen Beitrag zur Kulturgeschichte“ und überreichte den Referenten Buchgeschenke. Karl-Hermann Völker, HNA/ Frankenberger Allgemeine, 6.2.2020 Der Vorstand des Zweigvereins Clemens Lohmann, 1. Vorsitzender, Klaus Leise, 2. Vorsitzender, Schriftführer und Pressewart, Alfons Brüggemeier, Schatzmeister, Doris Hommel- Schäfer, Dagmar Lohmann und Dr. Ulrich Skubella, Beisitzer. Mitgliederzahl am Zweigverein Fritzlar 1.1.2021: 53 (Eintritte: 0, Austritte: 1, Todesfälle: 3) Aus dem Jahresbericht 2020 Wegen Corona fanden keine Veranstaltungen statt. Der Vorstand des Zweigvereins Dr. Michael Lapp, Vorsitzender, Christine Raedler M.A. und Gerhard Blumenröder, Beisitzer, Mitgliederzahl 01.01.2021: 21 (Eintritte: 4, Austritte: 0, Todesfälle: 1) Aus dem Jahresbericht 2020 Noch kurz vor dem Lockdown war es dem Zweigverein Gelnhausen möglich, zwei Vorträge zu organisieren und Ehrungen vorzunehmen. So nahm im Januar Bürgermeister Daniel Glöckner die goldene Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft der Stadt Gelnhausen aus der Hand der 2. Vorsitzenden des Gesamtvereins, Ruth Piro-Klein, entgegen. Christine Raedler erhielt die gleiche Auszeichnung in Vertretung von Landrat Thorsten Stolz für den Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises. Unter der Überschrift „Vom Reifrock zum Babydoll“ referierte die ehemalige Leiterin der Krankenpflegeschule in Korbach und 2. Vorsitzende des Gesamtvereins Ruth Piro-Klein über die Geschichte der Unterwäsche seit 1700. Das knielange Hemd wurde von Männern wie Frauen gleichermaßen getragen, war Bestandteil jeder Aussteuer und diente am Ende des Lebens als Totenhemd. Die Referentin berichtete über die Entwicklung der Mode vom Reifrock des 17. bis zur Krinoline des 19. Jahrhunderts ebenso wie von der Wespentaille, die auf bis zu 30 cm Umfang zusammengeschnürt wurde. Selbst in der Schwangerschaft ging die Zweigverein Gelnhausen
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