Aus der Arbeit des VHG 11 des gastgebenden Zweigvereins allzu sehr zu belasten. Kommen dann mehr Gäste, als erwartet, gilt der Küchenspruch von meiner Großmutter: Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiße alle willkommen. Wenn ich schon über die Kosten des Vereins berichte, so sollen hier einige Informationen gegeben werden. Wie schon bei anderer Gelegenheit dargestellt, nimmt das Vermögen des Hauptvereins langsam ab. Das liegt an den schwindenden Mitgliederzahlen, an der Steigerung von diversen Kosten und der Tatsache, dass wir nach einer längeren Pause wieder Förderungen durch den Hauptverein vornehmen. Dieses Abschmelzen löst bei mir keine Besorgnis aus, solange wir das Geld sinnvoll ausgeben, das gilt auch für die Arbeit in den Zweigvereinen. Eine Anhäufung von Geldern halte ich mit unserem Satzungsauftrag als nicht vereinbar und nach außen hin als nicht vertretbar. So kamen dann auch die Hessischen Forschungen wieder in Gang. 2022 wurde das Buch von Joachim Schröder, Casseler Kunstausstellungen, pünktlich kurz vor der documenta vorgestellt. Ein Höhepunkt war wieder die Tagung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine, diesmal in Saarbrücken. Veranstalter waren neben dem Gesamtverein auch das Saarländische Landesarchiv und die Kommission für Saarländische Landesgeschichte. Der 49. Tag der Landesgeschichte hatte das Thema Sport in der Landesgeschichte. Die erste Sitzung fand im Saarländischen Landesarchiv, der öffentliche Teil der Tagung fand in der Universität Saarbrücken statt. Den Forschungspreis für das Jahr 2022 des Gesamtvereins der Deutschen Geschichts- und Altertumsvereine erhielt Frau Larissa Wagner für Ihre in München vorgelegte Dissertation „Neuland betreten. Entwicklungszusammenarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Akteure in Bayern in den 1960er- bis 1980er-Jahren“. Leider zeichnete sich die Tagung durch einen hohen Krankenstand der Referenten aus und das Wetter war von absoluter Scheußlichkeit, was aber mehr Raum für Gespräche bot und die Teilnehmer enger zusammenrücken ließ. Dauerhaft virulent bleibt der Umgang mit dem in verschiedenen Museen gelagerten Eigentum des Vereins. Auf Beschluss der HAS in Fritzlar haben wir uns hier mit dem Hessischen Museumsverband abgestimmt, eine allseits befriedigende Lösung zeichnet sich aber noch nicht ab. Anders dagegen ist die Situation in Eschwege. Hier gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem ZV Eschwege, in den auch der Hauptvorstand eingebunden wurde. Eingebunden ist der Hauptvorstand auch durch zahlreiche Anfragen und Bestellungen zur hessischen Geschichte und Landeskunde und darüber hinaus. Manche Frage und manche Bestellung konnte vom Vorstand beantwortet und erledigt werden, wobei wir dabei auf die „Schwarmintelligenz“ des Vereins bauen konnten. Das bedeutete, dass viele Fragen weitergeleitet und beantwortet wurden. In der letzten Ausgabe der MHG wurden sie über die neue Satzung informiert. Diese Satzung wurde ihnen nicht nur über die MHG zur Kenntnis gebracht, sondern auch über weitere Kommunikationswege. Es ist erstaunlich, mit welcher Sorgfalt das zuständige Finanzamt sich der Sache angenommen hat und wieviel Aufwand betrieben werden muss, um diesen Vorgang zum Abschluss zu bringen. Das Geschäftsjahr und damit dieser Bericht endet 2022, der Prozess aber wird weitergeführt, den hoffentlich glücklichen Abschluss kann ich sicherlich bei der nächsten Jahreshauptversammlung verkünden. Mit diesem Blick in die Zukunft möchte ich meinen Beitrag schließen. Dr. Dirk Richhardt, Vorsitzender VHG
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