36 Zweigvereine Gebiet aus naturnahen Wäldern, extensivem Grünland und kleinflächigem Magerrasen. Da es hier viele Kammmolche und Gelbbauchunken gibt, wird das Gebiet besonders geschützt und ist als Flora-Fauna-Habitat gemeldet, wie von einem Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs genau dargestellt wurde. Die für den 17. September geplante Fahrt nach Duderstadt und Heiligenstadt musste wegen eines technischen Defekts am Reisebus leider ausfallen. „Homberg 1918/19. Vom Kaiserreich zur Republik – eine nordhessische Stadt im Umbruch“ lautete der Titel des Vortrags von Martin Theiß am 5. Oktober, der sich mit den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen in Homberg am Ende des 1. Weltkriegs und der Zeit danach beschäftigte. Als Quellengrundlage diente hauptsächlich das Homberger Kreisblatt vom Frühjahr 1918 bis zum Sommer 1919. Dabei ging der Referent neben den politischen Fakten detailliert auf die Lage der Menschen ein, z. B. auf ihre Ernährung, Probleme und Angebote von Schulen und Kirchen und die Spanische Grippe, die zu der Zeit den ohnehin durch den Krieg geschwächten Menschen stark zusetzte. Am 19. Oktober sprach Dr. Dieter Vaupel über „Jüdisches Leben in Felsberg: Integration – Verfolgung – Erinnerung“. Dr. Vaupel hat sich über viele Jahre intensiv mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Felsberg beschäftigt und mehrere Bücher darüber verfasst. Grundlage des Vortrags war sein jüngstes Buch „Etwas Schaden ist wohl bei den meisten Juden eingetreten“. Dieser Titel, der auf einem wahren Ausspruch beruht, zeigt erschreckenderweise, dass es auch nach dem Krieg vielfach keine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema und kein Verstehen der grausamen Ereignisse bei vielen Menschen gab. Dr. Vaupel berichtete genau über die Felsberger jüdische Gemeinde und stellte mehrere Einzelschicksale detailliert vor. Dr. Dieter Vaupel bei seinem Vortrag über das Leben der Juden in Felsberg (Foto: ZV Homberg/Efze)