36 Zweigvereine lauschen, das die Ausstellung des Museums Hochzeitshaus bereichert. Am 11.10. erneuerte Vorstandsmitglied Alfons Brüggemeier die bisherigen Hand- und Halseisen am Schandstein der rekonstruierten Gerichtslaube vor dem Rathaus durch handgeschmiedete Eisen. Die alten Eisen entsprachen nicht dem historischen Vorbild, die Halseisen z. B. ähnelten eher den Halterungen für Regenfallrohre. Herr Brüggemeier hatte einen Schmied ausfindig gemacht, der sich mit traditionellen Werkzeugen und Gerätschaften auskennt und noch heute nach historischem Vorbild schmieden kann. Am 12. Oktober berichtete Frau Hiltrud Burchart unter dem Titel „Nordhessische Trachten – mehr als nur 15 Unterröcke“ über die Geschichte der niederhessischen Spitzbetzeltracht. Frau Burchart zeigte auf, wie sich diese Tracht von der Schwälmer Tracht unterscheidet und was die Tracht über die Träger aussagt. Den Abschluss der Veranstaltungen des Jahres 2023 bildete am 28. Oktober ein „Rundgang zur jüdischen Geschichte“; Vorstandsmitglied Dagmar Lohmann sprach vor den rund 30 Teilnehmern über die Entwicklung des jüdischen Friedhofs und anhand von einigen Stolpersteinen über das Schicksal, das sich hinter diesen Steinen verbirgt. Der Rundgang endete an der Stelle, wo bis 1938 die Synagoge gestanden hat. Clemens Lohmann, Vorsitzender Der Vorstand des Zweigvereins Am 30. Januar 2024 fanden wieder Vorstandswahlen statt. Unter Leitung der 2. Vorsitzenden des VHG, Ruth Piro-Klein, wurde erneut Pfarrer Dr. Michael Lapp zum Vorsitzenden und Schatzmeister und Christine Raedler M. A. zur 2. Vorsitzenden und Schriftführerin gewählt. Mitgliederstand am 1.1.2024: 19 (Eintritte: 1, Austritte: 0, Todesfälle: 0). Aus dem Jahresbericht 2023 Highlight des weiteren Abends war der Vortrag über die „Kulturgeschichte und Bedeutung der Kartoffel“ von Ruth Piro-Klein. Diese hatte sich für den vortrefflichen und das Publikum mitreißenden Vortrag von Frankenberg aus auf den langen Weg in den südlichen Teil des Landes gemacht. Gewohnt fundiert, erläuterte sie den Weg der gelben Knolle von Südamerika nach Mitteleuropa. Anfang eher kritisch beäugt, nahm sie ihren Siegeszug als robuste Pflanze und vielseitiges Nahrungsmittel. Vor allem der „Alte Fritz“ sah in ihr eine große Chance zur Bevölkerungsernährung und der Versorgung seiner Truppen. Das Auditorium, dass zum großen Teil aus Landfrauen bestand, folgte interessiert den Ausführungen. Es schloss sich eine rege Diskussion an. Mit dem „Kartoffel-Vortrag“ war gleichzeitig der Themenbereich vorgegeben, mit dem sich der Zweigverein in diesem Jahr schwerpunktmäßig beschäftigen sollte. Es ging um wirtschaftliche Aspekte, wobei nicht ganz zufällig Agrarfragen im Mittelpunkt standen. Dies war auch der Fall beim zweiten Vortrag, den Dr. Gerrit Himmelsbach vom Archäologischen Spessart-Projekt e. V. hielt. Himmelsbach stellte die in den 1580er Jahren gezeichnete Karte der Hanauer Gebiete des Frankfurter Kartographen Elias Hoffmann dar. Dabei wies Himmelsbach ZWEIGVEREIN GELNHAUSEN
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