Zweigvereine 41 U N D L A N D E S K U N D E 1 8 3 4 E . V . 1050 Jahre Eschwege Eschwege feiert in diesem Jahr das 1050. Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos II. für seine junge Gemahlin Theophanu. In Eschwege bestand ein Königshof, in dem der durch das Reich ziehende Herrscher Station machen konnte. Schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts wurde der Hof in ein Kanonissenstift umgewandelt. Dies ist die Keimzelle der Stadt, die sich am Ende des 12. Jahrhunderts zu entwickeln beginnt und 1236 erstmals eine städtische Verwaltung aufweist. Um 1300 wurde die Stadt durch die Anlage der Neustadt vergrößert. Im Dreißigjährigen Krieg stark zerstört, dauerte es fast ein Jahrhundert, bis die alte Wirtschaftskraft wieder erreicht war. Eschwege galt als ein Zentrum der Textil- und Lederindustrie und gehörte zu den bedeutendsten Städten in der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Eschwege ist seit 1821 Kreisstadt und seit 1974 Sitz der Kreisverwaltung des Werra- Meißner-Kreises. Seit der Verwaltungsreform zählen dazu die Stadtteile Albungen, Eltmannshausen, Niddawitzhausen, Niederdünzebach, Oberdünzebach und Oberhone; der größte Stadtteil Niederhone war bereits 1936 eingemeindet worden. In der Kernstadt leben heute etwa 15.000 Einwohner. Die Öffnung der innerdeutschen Grenze brachte zunächst einen Aufschwung, jedoch leidet die Stadt mit dem gesamten Umland an der stagnierenden Wirtschaft und fehlender Verkehrsanbindung. Das Stadtjubiläum ist ein guter Anlass, den Tag der hessischen Landesgeschichte 2024 in Eschwege zu begehen und auf die Geschichte und Kultur der Stadt und der Region aufmerksam zu machen. Veranstaltungszentrum Altes E-Werk in Eschwege
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