56 Zweigvereine fand. Im Sommer wurden bei den verschiedenen Veranstaltungen insgesamt ca. 160 Gäste, im Winter sage und schreibe 655 Zuhörerinnen und Zuhörer, im Schnitt also fast 60 Teilnehmer pro Veranstaltung, gezählt, wobei sich die archäologischen Themen als die größten Publikumsmagneten erwiesen. Am 16. Januar 2024 fand der traditionelle gemeinsame Neujahrsempfang des Staatsarchivs Marburg, der Historischen Kommission für Hessen, des Universitätsarchivs und des Marburger Geschichtsvereins statt. Am 3. März beteiligte sich der Verein mit einem Infostand am gut besuchten „Tag der Archive“ und verkaufte bei der Gelegenheit erfreulich viele Bücher. Im Rahmen des Sommerprogramms 2024, das direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung mit einem Vortrag zur Geschichte der Vereinssammlung eingeläutet wurde, werden zwei Spaziergänge zu Bauten des Architekten August Dauber und zu leerstehenden Denkmälern in der Marburger Oberstadt sowie drei Exkursionen zu Königsorten im Ebsdorfergrund, zu Höfen des Deutschen Ordens im Marburger Umland sowie zu den barocken Wandgrabmälern des Grafen Josias II. und des Fürsten Georg Friedrich von Waldeck in Bad Wildungen und Korbach angeboten. Neben der Programmplanung und -durchführung wurden die wissenschaftlichen Projekte vorangetrieben. Unter der Federführung der Kustodin, Frau Dr. Schaal, wird die aus Brandschutzgründen z. Zt. leider nicht zugängliche Vereinssammlung im Landgrafenschloss erforscht, die einem größeren Publikum in Form einer online-Ausstellung und einer Publikation bekannt gemacht werden soll. Ende März 2023 wurde der Marburger Geschichtsverein Kooperationspartner des Museums für Kunst und Kulturgeschichte und des Deutschen Dokumentationszentrums für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg im Förderprogramm „Kulturerbeportal des Landes Hessen“. Damit war der Zweigverein der einzige Verein in Hessen, der sich an dieser Digitalisierungsinitiative des Landes beteiligte. Im Rahmen des Projekts hat Foto Marburg ca. 50 zentrale und beispielhafte Objekte aus der Altertümer- Sammlung des Geschichtsvereins digitalisiert, zu denen sachkundige Expertinnen und Experten Kontextrecherchen angestellt und Kurzartikel verfasst haben, die z. Zt. in eine Online-Ausstellung eingearbeitet werden. Im Sommer 2024 soll diese freigeschaltet werden. Die Abbildungen und Texte bilden zugleich die Grundlage für die nächste Vereinspublikation. Auch dies Vorhaben schreitet erfreulich rasch voran und kann voraussichtlich noch 2024 zum Abschluss gebracht werden. Daneben wurde auch das Veröffentlichungsprojekt über den Renaissancebaumeister Eberhard Baldewein weiterverfolgt, das mit finanzieller Unterstützung des Hauptvereins umgesetzt werden soll. Als Mitglied im Kuratorium „Landgrafenschloss der Zukunft“ war der Geschichtsverein im vergangenen Jahr auch in die Diskussionen über die Zukunft des Marburger Museums für Kulturgeschichte eingebunden. In diesem Gremium diskutieren Museumsexperten gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der Universität, verschiedener Landesbehörden und der Sammlungseigentümer im Plenum und in Arbeitsgruppen über ihre Vorstellungen und Ideen, werden Sachstandsberichte erstattet und museale Konzepte vorgestellt und erörtert. Die ersten Kuratoriumssitzungen fanden am 26. Juni 2023 im Landgrafenschloss und am 30. Januar 2024 im Rathaus der Stadt Marburg statt. Als Eigentümer einer musealen Sammlung suchte auch die Stadt Marburg das Gespräch mit dem Geschichtsverein. Am 4. März 2024 fand