58 Zweigvereine Der Vorstand des Zweigvereins Gerhard Rabe, 1. Vorsitzender; Andreas Rehs, 2. Vorsitzender; Sabine Sindermann, 2. Vorsitzende und Schriftführerin, Reinhold Salzmann, Schatzmeister; Hans-Helmut Schweizer, Beisitzer. Mitgliederstand am 1.1.2024: 88 (Eintritte: 3, Austritte: 3, Todesfälle: 1). Aus dem Jahresbericht 2023 Wir können wieder über ein erfolgreiches Veranstaltungsjahr berichten: Im Januar konnte der Vortrag „Bombenangriff auf Bebra“ durchgeführt werden, der im Vorjahr Corona bedingt ausfallen musste. Die Referenten Gerhard Rabe und Martin Ludwig konnten 73 Gäste begrüßen. Sie berichteten über den Angriff am 4. Dezember 1944 auf Bebra, ließen Zeitzeugen zu Wort kommen und gingen auf die Vor- und Nachgeschichte ein. Unsere Jahreshauptversammlung fand obligatorisch im Februar statt, an der 28 Mitglieder teilnahmen. Im März luden wir zur Exkursion nach Bebra ein. Dort besuchten wir die Dauerausstellung „Knotenpunkt im Kaiserreich – Grenzstation im Kalten Krieg“ im Inselgebäude des Bebraer Bahnhofs. Unser Mitglied Peter Kehm führte 53 Besucher durch diese großartige Ausstellung und vermittelte interessante Details zur Bahnhofsgeschichte. Nach einem einführenden Film ging die Führung u. a. in die ehemalige Bahnhofswirtschaft. Im ehemaligen Wartesaal der ersten und zweiten Klasse wurde das Reisen geschildert. „Strukturbestimmend – 125 Jahre Kalibergbau im Werratal“ war das Thema des Vortrages im April. Herrmann-Josef Hohmann, Leiter des Werra-Kalibergbau-Museums Heringen, referierte vor 25 interessierten Zuhörern. Im Mittelpunkt des Vortrages stand neben der Betrachtung des technischen Wandels unter Tage in den Bergwerken und in den Fabriken über Tage die Veränderung der Region durch die Industrialisierung. Im Mai führten wir eine Exkursion nach Imshausen durch, an der 27 Personen teilnahmen. Die Führung durch die Dauerausstellung „Begegnung mit Adam von Trott zu Solz“ hat uns sehr berührt. Von Trott gehörte im Dritten Reich zu den Widerständlern des Kreisauer Kreises, die ihr Handeln mit dem Leben büßten. Die Ausstellung will die Erinnerung an das Leben von Trotts wachhalten. Einen Teil seines Lebens hat er im Schloss zu Imshausen verbracht. ZWEIGVEREIN ALTKREIS ROTENBURG/FULDA großen Einfluss auf die Geschichte des Landes hatten. Dazu werden wir uns Christine von Sachsen, Juliane von Nassau, Maria von England oder Auguste von Preußen ansehen. Am 30. November nahm Ludwig Below (Malsfeld) die Zuhörer mit auf einen Gang durch die Geschichte früherer Lokalitäten in Melsungen. Der Vortrag brachte bestehende und geschlossene Melsunger Gasthäuser in Erinnerung. Viele Melsunger kennen noch den Haspel Schorsche oder Eysels Änne von der Blechbüchse, aber ehemalige Gasthäuser wie der „Casseler Hof “ oder der „Rote Hof “ sind nur wenigen bekannt. Von manchen Gasthäusern gibt es Biografien, wie vom Wrisbergs Garten „Unter den Linden“, der in Weinreichs Garten überging. 1929 wurde das Gasthaus von der Kirchengemeinde Melsungen vom Gastwirt Weinreich gekauft. Seit dieser Zeit ist es das ev. Gemeindezentrum, wo später der erste Kindergarten eine Bleibe gefunden hat. Und viele alte Gasthäuser auf Ansichtskarten ergänzten diesen Vortrag.
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