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Monatliche Versammlungen der Mitglieder
zu Kassel.
Am 8. Januar. Hr. etc. Landau verlas
einen ihm vom Hrn. Pfarrer Schmincke zu Jestädt mitgetheilten
Brief des Herzogs Heinrich d. M. von Braunschweig-Lüneburg
an den nassauischen Amtmann zu Vianden, Sigmund v. Boineburg, vom
J. 1528, in welchem der genannte Fürst, der in Folge seines
Hasses gegen die Reformation sich genöthigt gesehen hatte,
sein Land an seine Söhne zu übergeben, seinen "alten
Stallbruder" Sigmund flehentlich um seine Verwendung bittet,
damit er eine Beamtenstelle, gleichviel welche, erhalte, und weiter
auf gar naive Weise seine Verbindung mit Anna von Kampen erzählt
und zu rechtfertigen sucht. Hierauf setzte Hr. Direktor von Rommel seinen
schon in der vorigen Versammlung begonnenen Vortrag über den
Religionswechsel des Landgrafen Friedrich II. von Hessen fort, worin
er die gegen die Assekuration eingeleiteten Machinationen des römischen
Stuhles und der Jesuiten zeigte und nachwies, wie namentlich diese
geheimen Kämpfe einen nicht unbeträchtlichen Einfluß
auf die Entstehung des 7jährigen Krieges gehabt hätten.
Am 4. Februar beendete
Hr. etc. v. Rommel seinen erwähnten Vortrag.
Am 4. März. Es wurde eine
Sammlung von Idiotismen aus der Diemelgegend, welche Hr. Pfarrer Bering zu
Niedermeiser eingeschickt, vorgetragen und besprochen, worauf Hr.
Baron v. Ditfurth eine kritische Uebersicht des Inhalts
er im v. J. erschienenen Geschichte der Feste Rheinfels von Grebel
gab.
Am 2. April. Hr. etc. v. Rommel
berichtete über einen bisher noch ungedruckten Briefwechsel
zwischen Leibnitz und dem Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels,
welchen er später herauszugeben gedenkt. Nachdem er einige
Nachrichten über die verschiedenen Stufen der Glaubens-Veränderung
dieses zuletzt in die Hände der Jesuiten gefallenen Fürsten
und über Leibnitzens esoterische und exoterische Stellung zur
positiven Theologie gegeben, ging er auf die Korrespondenz selbst
über, welche sich