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reichern Besuch. Dabei wurden, außer den einleitenden Worten des Vorsitzenden, Pfarrers Calaminus, folgende Vorträge gehalten: a.) Pfarrer Merz: Darstellung der Einführung der Reformation in der Grafschaft Hanau, mit Entwicklung ihres eigenthümlichen Charakters und Berichtigung mancher irrthümlichen Ansichten darüber. b.) Pfarrer Theobald: Ueber die Naturverhältnisse der Provinz Hanau. c.) Dr. Denhard: Ueber die geschichtliche Aufgabe des Hessischen Volksstammes. - Die Vereinsmitglieder zu Hanau haben schon längere Zeit die Absicht verfolgt, ein einfaches Denkmal auf dem Schlachtfelde bei Hanau zu errichten, und für den dazu geeignetsten Platz diejenige Stelle gehalten, wo Napoleons Zelt an dem entscheidenden Tage gestanden und derselbe namentlich die von Hanau abgesendete Deputation in sehr bemerkenswerther Weise empfangen hat. In Folge mannigfach schwieriger Nachforschung ist es ihnen nun gelungen, diese Stelle glaubwürdig zu ermitteln, und sie beabsichtigen nun, jenes Denkzeichen demnächst zu errichten. Ueberhaupt suchen sie möglichst viele Einzelnheiten über diese denkwürdige Begebenheit aus dem Munde noch lebender Augenzeugen zu sammeln, um namentlich auch manche einseitige und falsche Darstellungen zu berichtigen. 3.) Zu Marburg:Die oberhessische Abtheilung des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde hielt in dem abgelaufenen halben Jahr zu Marburg zwei Versammlungen: die erste am 16. December 1846, in welcher Herr Landrichter Dr. Wagner zu Marburg einen eben so gründlichen wie ansprechenden Vortrag über das Vorkommen gewisser Rechtsformeln in hessischen Urkunden hielt, und, wie derselbe schon in früheren Sitzungen gethan hatte, Mittheilungen über höchst seltene, in seiner reichen Münzsammlung befindliche hessische Münzen älterer Zeit, unter Vorzeigung derselben, machte. Zugleich wurde die Wahl eines Ausschußmitgliedes für Oberhessen vorgenommen und fiel dieselbe wiederum auf den Gymnasialdirector Dr. Vilmar zu Marburg.
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