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Die zweite Sitzung fand am 11. Mai 1847 Statt. Der Gymnasialdirector Dr. Vilmar setzte seine schon in früheren Versammlungen gemachte Mittheilungen über hessische Criminalprocesse im 16. und 17. Jahrhundert fort, und berichtete dießmal über einen im Jahre 1654 wider Elisabeth George, geb. Bracht aus Kirchhain, wegen angeblicher Zauberei in Marburg geführten peinlichen Proceß, welcher sich durch ungewöhnlich lang fortgesetzte und harte Anwendung der scharfen peinlichen Frage auszeichnete und mit dem Tode der Inquisitin auf der Folter endigte. Hieran schloß sich eine Discussion über die Ursachen der s. g. Hexenprocesse und über die in dieser Beziehung von den neueren Rechtslehrern und Geschichtsforschern aufgestellten Ansichten.
Bestand der Mitglieder.1. Des Vereins für das Großherzogthum. a) Neue Mitglieder. Herr Müller, Landgerichts-Assessor zu Nidda, am 28. April.
b) Abgang. Herr Dr. Scharold, Königl. Bair. Legationsrath, zu Würzburg,
2. Des Vereins für das Kurfürstenthum. a) Neue Mitglieder. Herr
von Rommel, Referendar bei der Oberfinanzkammer zu Cassel, am
3. Mai.
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