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Ober-Finanzreferendar v. Rommel dahier, unsere Sammlung von Alterthümern durch die Herrn Rath Henkel und Eisenbahnunternehmer Siebrecht vermehrt, welchem letztern wir namentlich mehrere auf einem bei Hümme an der Diemel aufgefundenen germanischen Todtenfelde ausgegrabene Aschenurnen zu verdanken haben. Auch nächst Kesselstadt bei Hanau haben die Eisenbahnarbeiten auf die Entdeckung eines römischen Todtenfeldes geführt. Unsere naturhistorische Sammlung wurde insbesondere durch die rühmliche Thätigkeit der Herrn Hof-Garten-Direktor Hentze, Apotheker Heyer, Kantor Knyrim und Dr. Pfeiffer bereichert. Während der Letztere durch die Herausgabe seiner niederhessischen Flora, sowie die Herrn Cassebeer und Theobald durch ihre Flora der Wetterau die Kenntniß unserer vaterländischen Pflanzenwelt bedeutend erweitert haben, ist Herr Knyrim zu Allendorf mit unausgesetztem Fleiße beschäftigt, gerade denjenigen Zweig der Naturkunde zu durchforschen und durch treue Abbildungen in seinen einzelnen Erscheinungen festzustellen, deren ephemere Beschaffenheit eine natürliche Aufbewahrung so schwierig macht – nämlich das weite und verhältnismäßig noch so wenig bekannte Reich der Schwämme. Zu den uns schon früher mitgetheilten Abbildungen hat Herr Knyrim im Laufe d. J. weiter noch 17 neue Tafeln mit 335 Schwämmen hinzugefügt.– Die theils monatlichen theils vierteljährlichen Zusammenkünfte der Mitglieder, sowohl hier als in Hanau und Marburg zeigen fortwährend von einer regen Theilnahme an Allem, was sich auf die Geschichte und Kunde unseres Vaterlandes bezieht, denn in den zahlreichen zu K a s s e l von dem Herrn Bernhardi, Hentze, Heppe, Landau, v. Loßberg, Nebelthau, v. Rommel, Schlereth und Wippermann; zu Marburg von Hrn. Landau, Vilmar und Wagner, und zu Hanau von den Hrn. Bust, Calaminus, Denhard, Hermann, Merz; Münscher, Rößler und Theobald gehaltenen Vorträgen und den damit verbundenen mündlichen Berathungen sind die mannigfaltigsten historischen und statistischen Gegenstände erörtert und beleuchtet worden, und wir können den Wunsch nicht unterdrücken, daß auch an andern Orten und namentlich
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