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kurzer Zeit die Anschauung und Kenntniß des Alterthums in allen seinen Theilen mehr gefördert wird, als zeitraubende Bereisungen zerstreuter Sammlungen. Als Beleg hierfür wies er auf die aufgestellten Proben hin, meist Nachbildungen der Fundstücke bei Weißkirchen, welche durch die höchst gelungene Colorirung des Herrn Lindenschmit den Originalien ganz ähnlich seien. Endlich behandelte der Vortragende noch die Art, wie der Vorstand des Centralmuseums seine Thätigkeit wirksam und erfolgreich entfalten könnte, und zeigte wie es vornemlich in dem Tausch mit andern Vereinen geschehen werde, wozu sich namentlich in den Sammlungen unseres Museums der reichlichste Stoff darbietet, besonders da hier sich viele höchst werthvolle Gegenstände finden, die anderr Museen sogar in den ersten Städten Deutschlands gänzlich fehlen, so daß ein Austausch nur beiderseits erwünscht sein kann. Dieser Tausch wird natürlich von unserer Seite sich nach der Unterstützung richten müssen, welche der neuen Anstalt zu Theil wird. Nun berichtete Herr Legationsrath von Meyer aus Darmstadt im Auftrage der Kommission zu Erforschung des limes imperii romani. Zuerst erklärte derselbe, wie er seit einer Reihe von Jahren zuerst im Nassauischen die Reichsgränze der Römer und ihre Niederlassungen daselbst zum Gegenstande seiner Untersuchungen genommen, namentlich wegen der Saalburg (wahrscheinlich Artaunon des Ptolem.) bereits mit den Hessen-Homburgischen Behörden in Vernehmen getreten, die weiteren Untersuchungen aber besonders wegen der politischen Wirren unterblieben seien; jetzt aber, da eine besondere Kommission von der Mainzer Versammlung zur Erforschung des limes ernannt sei, werde diese sich demnächst eine Begehung desselben angelegen sein lassen, vorerst wie er vorschlage, die merkwürdige Strecke vom kleinen Feldberg, Kastell Heidenkirche bis zur Saalburg, resp. Kapersburg in Untersuchung ziehen; daß davon eine Karte der Nürnberger Versammlung vorgelegt werden könne, hofft mit Zuversicht der Vortragende. Auch wird der Kommission die Benutzung der verdienstvollen Arbeiten des zu früh verstorbenen K. Preuß. Obristlieut. Schmidt in Köln über den limes zu Theil werden; sowie die in‘s Detail gehenden Untersuchungen über die Taunusgegenden durch Herrn Archivrath von Preuschen in Wiesbaden der Kommission bereits vorliegen; der Vortragende selbst gedenkt bald in unserer
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