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Kapitäl, 1´ 6´´ hoch, hat oben einen Durchmesser von 1´ 5´´. – 3. Ein zirkelrundes Alter-Bruchstück von 1´ 6´´ Durchmesser, mit bogenförmigen Füllungen, in denen kleine Götterbilder in Relief, jedoch wenig mehr als die Köpfe, sichtbar sind. – 4. Ein Fußtheil eines Stein-Bildes, 1 ½ ´ hoch, zwei sitzende Figuren, von schöner Gewandung, gegen einander gewendet, bis zum Schooße sichtbar. – 5. Ein sitzendes langgewandetes Figürchen, am Kopfe und sonst verstümmelt. – 6. Drei Altäre, leider ebenfalls alle in einzelnen Bruchstücken, mit Inschriften, von denen eine durch Angabe des Consulats bemerkenswerth. – 7. Theile eines gegossenen Gefässes, aus Bronze der obere Rand, mit Henkel-Öffnungen, in der Länge von 10´´ und in der Breite von 7 ½´´ Durchmesser, trägt auswendig vertiefte Figuren, eine Landschaft mit Thieren, Bäumen und Thürmen darstellend. Wir verfehlen nicht, gleichzeitig zwei andere Gegenstände von Heddernheim hier zu erwähnen, die in einem römischen Keller daselbst im November v. J. gefunden und von ihrem Besitzer, Herrn Schindler, unserm Mitglied, an das Museum ohne alle Vergütung überlassen wurden, wodurch wir demselben zum besten Danke verpflichtet sind. Das eine ist ein ziemlich wohl erhaltener steinerner Tisch; seine schön bearbeitete Fuß-Säule ist 3´ hoch, 10´´ dick, die runde, 3´´ dicke Platte hat 2´ 7´´ Durchmesser. – Das andere ist ein Schlüsselgriff aus Bronze, von vorzüglicher Ausführung, einen Eberkopf darstellend, der auf dem Scheitel noch ein männliches Gesicht, am Halse einen gehörnten Satyrkopf zeigt. Unsere Sammlung verzierter römischer Schlüsselgriffe (Köpfe von Pferd, Fuchs, Hund, Löwe) erhält durch diesen Gegenstand eine schöne Vervollständigung. In der Nähe von Hillscheid, A. Montabaur, wurden im Walde, nahe unter dem Boden, im December v. J. ein paar zerbrochene Gefäße mit Silbermünzen gefunden. Es waren 6 französische Turnosen und mehr als 160 dünne Hohlpfennige, vorn mit dem Kreuz, hinten mit einer Hand gezeichnet. Einige Stücke von beiden Münzsorten nebst einem ausführlicheren Fundbericht verdanken wir der Gefälligkeit des Herrn Oberförster Fuchs in Neuhäusel. Die begonnene Inventarisation unseres Museums, die bereits gegen Ende des vorigen Jahres 8254 Stück umfaßte (vgl. Mittheil. Nr. 5. S. 13 1) hat seither ihren Fortgang genommen. Es wurden weiterhin beschrieben und ver-[zeichnet]
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