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[be]reitwilligen Unterstützung manche erwünschte Förderung historischer Untersuchungen zu danken. Möchte der Verein jederzeit mit finanziellen Mitteln und zumal mit arbeitenden Kräften so ausgerüstet sein, um seiner hohen und umfassenden Aufgabe, wie Herr Friedemann sie aufzufassen und darzustellen wußte, genügend zu entsprechen. Eine monatliche Versammlung der Mitglieder hat am 6. Juni stattgefunden, welche Herr Collabor. Seyberth mit einem Vortrag über Hartmuth von Cronberg ausfüllte. Einige bis dahin zweifelhafte oder ganz unbekannte Thatsachen aus der Geschichte dieses ersten Vorkämpfers der Reformation in Nassau, z. B. über seinen Aufenthalt in Cronberg während der Belagerung von 1522, über seinen Einfluß auf den Herzog Ulrich von Würtemberg u. A. hatte der Vortragende aud archivalischen Mittheilungen, von Idstein und Stuttgart, erheben können. Eine sehr interessante Arbeit, eine Zusammenstellung und wissenschaftliche Erklärung aller in Nassau bis jetzt aufgefundenen römischen Inschriften ist uns als beinahe vollendet von unsern Mitglieder, Herrn Professor Klein in Mainz und Herrn Conrad Becker in Hadamar, angekündigt worde, die wir seiner Zeit zu veröffentlichen gedenken. Gleichzeitig verfehlen wir nicht, auf eine andere demnächst erscheinende wissenschaftliche Arbeit des letztgenannten Herrn Verfassers: Barbarorum occidentalium Numina, voll. II. schon im Voraus hinzuweisen und dieselbe, über deren näheren Inhalt wir die Anzeige des Herrn Verfassers im Sprechsaal nachzusehen bitten, der Theilnahme des gelehrten Publikums hiermit freundlichst zuempfehlen. Unsere antiquarische Section, welche dermalen eine Karte über das römische Wiesbaden zu entwerfen beabsichtigt, wird zur Vervollständigung derselben hin und wieder noch einzelne Nachgrabungen vorzunehmen veranlaßt sein. Eine solche hat bereits am 9. und 10. Mai an dem oberen Ende der heidnischen Mauer dahier, im Garten des Herrn M. Walther stattgefunden, wozu der Besitzer, unser Mitglied, bereitwilligst die Erlaubniß gab. Unsere Vermuthung, daß die Mauer in nordwestlicher Richtung noch weiter bergan gegangen sei, als sie dermalen steht, fand sich bestätigt, indem wir in einer Tiefe von 3 Fuß unter der Oberfläche ihre Fortsetzung wiederfanden, wo auch ihre äußere Bekleidung noch mit einer 1 Fuß dicken Sohle unver-[sehrt]
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