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[Schul]theiß zu Frankfurt erscheinende Heinrich nach dem Siegel der Urkunde (in Böhmer Cod. Mönofr. 194) der Familie von Sterzelheim angehöre, und als das erste bekannte Glied dieser Familie zu betrachten sei. Obwohl aber das Siegel dieses Schultheisen Heinrich dem bei Gudenus Cod. II. 466 abgebildeten Wappen derer von Sterzelheim ähnlich ist, so gehört doch derselbe dem Geschlechte der Herren von Praunhreim an. In der Urkunde von 1279 kommen vor Heinricus miles scultetus major et Heinricus scultetus minor in Frankenvort, und des ersteren Siegel hängt an. In einer anderen Urkunde von 1260 aber werden dieselben angeführt als H. scultetus et H. subscultetus de Phrumheim, milites und der Aussteller der Urkunde, Richuinus de Carben, miles, heißt sie seine consanguineos (Böhmer 196). Im Jahr 1264 (Böhmer 132) kommen nemlich die Brüder Rudolfus miles dictus de Prumheim, Wolframus olim scultetus, Godescalcus et Richwinus vor; der Schultheiß Heinrich aber wird 1273 (Böhmer S. 176) filius Wolframi sculteti und ebenso wird 1264 der älteste Sohn des Ritters Rudolf auch Heinrich genannt. Beide waren daher Bruderssöhne des Ritters Richwin von Carben und werden daher 1290 (Böhmer 200) als consanguinei bezeichnet, da Ripert von Sachsenhausen dem Henrico quondam sculteto Fr. et Heinrico, filio patrui sui quondam Rudolfi verschiedenes Gelande verkauft. Das in dem Wappen dieser Herren von Praunheim vorkommende Blattwerk, dessen fünf größere herzförmige Blätter sich in einen Stiel vereinigen, findet sich auch noch in den Siegeln der aus demselben Geschlecht abstammenden Ritter von Sachsenhausen, obwohl etwas verändert, indem diese einen Querbalken führen, auf welchem ein Blattwerk mit drei Blättern stehet. Vgl. Abbildung in dem fr. Archiv Heft 5 Tafel 2 Nr. 7. Dr. Euler.
2. Zur Beherzigung.In der Sitzung der Vereinsmitglieder zu Hanau am 19. Sptbr. d. J., welcher ich beiwohnen die Ehre hatte, erzählte Herr Schulinspector Röder von einer Einrichtung, welche er bei den historischen Vereinen der Schweiz kennen gelernt, und die er auch in Hanau einzuführen empfahl. Es werde nämlich dort ein Heft gehalten, welches unter den Mitgliedern zirkulire,
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