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Dessen ungeachtet besitzen wir schon Beschreibungen von 109 Städten und Dörfern unseres Landes, und wir werden fortfahren diesem jedenfalls sehr wichtigen Unternehmen auch ferner unsere stete Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Zahl der Vereine, in welchen wir in einem gegenseitigen Umtausche der Schriften stehen, belauft sich auf 60. Im Laufe dieses Jahres erweiterte sich der Kreis durch die Akademie zu Prag und die Vereine zu Jena, Riga und Hermannstadt. Außer den auf diese Weise empfangenen Schriften wurde unsere Bibliothek noch bereichert durch die Herren Adler, Bernhardi, Grebe, Königer, Lössel, Mathias, Meyer, Mooyer, Münscher, Roth, Schick, von Stillfried und Vömmel. Unsere Kassenverhältnisse gestatteten uns dieses Jahr nur ein Heft unserer Zeitschrift herauszugeben. Zu einem neuen Hefte liegen die Materialien bereit. Es sind dieß Abhandlungen über den Quellenkultus von Herrn Secretär Lynker, über das St. Ciriaxstift zu Eschwege von Herrn Pfarrer Schminke und einige kleinere Arbeiten über den Glaskopf (bei Marburg) etc. vom Herrn Landrichter Dr. Wagner. Die von allen Freunden der Kunst und Geschichte so sehr ersehnte Restauration der St. Elisabethenkirche zu Marburg, an der unser Verein stets den lebhaftesten Antheil genommen, naht endlich ihrer Verwirklichung. Die dazu erforderlichen Summen sind bewilligt, und wir hoffen mit Zuversicht, daß mit dem nächsten Frühjahre mit dem Werke begonnen wird. Nahe steht auch die Vollendung der Restauration der schönen Klosterkirche zu Haina, während mit der Restauration eines andern für die mittelalterliche Architektur hochwichtigen Gebäudes, nicht nur dem ältesten unseres Landes, sondern sogar einem der merkwürdigsten, welches Deutschland besitzt, der St. Michaelskapelle zu Fulda, im Laufe dieses Jahres unter der Leitung unseres Mitgliedes des Hrn. Prof. Dr. Lange begonnen worden ist. Der im vorigen Jahre zu Stande gebrachte Vereinigung der einzelnen deutschen historischen Vereine zu einem Gesammtverein hat sich in Folge des Beschlusses unserer vorjährigen Jahresversammlung auch unser Verein angeschlossen. In der im September d. J. zu Nürnberg unter dem Vorsitze Sr. königlichen Hoheit des Herzogs Johann
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