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Das Götterbild oder sonstige bildnerische Denkmal, welches ohne Zweifel ursprünglich mit der Votiv-Tafel verbunden war, ist verschwunden.

Mit einer sorgfältigen Aufnahme der vorgefundenen Mauerreste durch den Herrn Architekten Ippel wurde unserer Seits die Untersuchung beschlossen. Die Kirchenmauern nebst dem Thurm verschwanden bald darauf durch Abbruch.

Die Wiederaufnahme der in diesem Frühjahr verlassenen Untersuchung der nördlichen Fortsetzung der heidnischen Mauer im Garten des Herrn Walther dahier (vgl. Per. Bl. Nr. 2 S. 10 u. 11) führte am 1. November zu dem Ergebniß, daß diese Mauer, nur etwa 2von der im Mai verlassenen Untersuchungsstelle entfernt, auch in der Erde vollstandig weggebrochen und mit einem Haufwerk zerbröckelter Steinchen umgeben war, so daß die Frage wegen des weiteren Verlaufs dieser merkwürdigen Befestigungslinie vorläufig unentschieden bleibt. –

Um das Interesse für historische und antiquarische Studien auch in weiteren Kreisen zu beleben, haben wir die Einrichtung getroffen, daß an solchen Orten des Landes, wo eine gewisse Anzahl von Mitgliedern beisammen wohnen, historische Lesezirkel ins Leben traten, die mit Schriften aus unserer Vereins-Bibliothek versorgt werden. Dem Vorgange von Hadamar sind im Laufe dieses Jahres Schwalbach und Ems gefolgt; wir dürfen hoffen, daß in Bälde auch noch an einigen andern Orten solche Zirkel sich bilden werden.

Unsere in Nr. 2 S. 11 dieser Blätter angekündigte Publication, die Geschichte der ehemals nassauischen Herrschaft Kirchheim-Bolanden und Stauf, von Ad. Köllner in Malstatt, ist zwischenzeitlich erschienen und zu Weihnachten an unsere Mitglieder versendet worden.

Fürs nächste Jahr ist zuvörderst die bereits in Nr. 2 S. 10 dieser Blätter erwähnte wichtige Arbeit der Herrn Prof. Klein in Mainz und Dr. Becker in Frankfurt, über die römischen Inschriften Nassaus, zur Publikation bestimmt.

 

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