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auch ein Goldgulden König Sigismunds mit dem h. Johannes. Dieser aber gehört keineswegs nach Frankf. an der Oder, sondern rührt aus der Reichsmünze zu Frankf. am Main her und ist von mir im Archiv IV. 28 beschrieben.

 

Kulturgeschichtliches.

Unter dem Titel „das Puppenhaus, ein Erbstück in der Gontard´schen Familie. Bruchstücke aus den Erinnerungen und Familienpapieren eines Siebenzigers, zusammengestellt von Carl Jügel Frankf. a. M. 1857. Für den Verfasser als Manuscript gedruckt“ ist kürzlich ein höchst werthvoller Beitrag zur Cultur-Geschichte Frankfurts erschienen. In lebendiger und anziehender Weise geben diese Erinnerungen von 1786–1816 ein Bild der damaligen Verhältnisse und gewähren einen um so interessanteren Rückblick, als seitdem in Frankf. so gar Vieles sich anders gestaltet hat.. An sie schließt sich die Geschichte eines Zweigs der angesehenen Familie Gontard, eingeleitet durch die Beschreibung eines Puppenhauses, welches seit 1748 in dieser Familie als werthgehaltenes Spielwerk aufbewahrt wird, und auch für die Freunde deutscher Dichtung wichtig durch die darin enthaltenen Mittheilungen über Göthes Lilli (deren Portrait neben einem wohlgetroffenen Bilde des Verfassers das schön ausgestattete Buch ziert) und den unglücklichen Dichter Hölderlin. Vergl. frankfurter Museum Jahrg. 1857 Nr. 20. 25. —

 

Neuer Verein in Frankfurt.

Förderung der historischen Wissenschaften im Allgemeinen und der Kenntniß der vaterstädtischen Geschichte insbeondere durch Sammlung geschichtlicher Denkmäler und Ausstellung von Alterthümern ist der hauptsächliche Zweck eines in Frankf. sich neu bildenden Vereins, dessen Statuten (St. des Vereins für Geschichte und Alterthumskunde in Frankfurt) so eben im Druck erschienen sind.

Frankfurt a. M.                                                           Dr. Euler.

 

Einige Fragen.

1) In der Gränzbeschreibung, welche der Urkunde von 834, durch welche die Mark von Langen, zwischen Darmstadt und Frankfurt, dem Kloster Lorsch übergeben wird, angefügt

 

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