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ist, kommen einige Ortsbezeichnungen vor, an deren genauer Feststellung mir gelegen ist. Ich bemerke zur Erleichterung der Aufsuchung, daß die Gränze die Gemarkungen der beiden Dörfer Langen und Egelsbach umschließt und die fraglichen Punkte deshalb auf deren äußern Gränzen gesucht werden müssen. Es sind die Stafuleshart, später Staffelhart, an der Gränze gegen Mörfelden ; die Roßhart an der Gränze gegen Sprendlingen ; ferner zwischen Mörfelden und Sprendlingen gegen Walldorf hin: Lohensowe, nächst Mörfelden ; der Ginnesheimer Rein, wobei weder an Günsheim noch an Geinsheim gedacht werden kann ; die Drierichlahha, die Dreieicherlache ; der Buchweg, nächst Sprendlingen. 2) Wie ist das rechts des Mains liegende Flörsheim zu seinem bei Raunheim, also links des Mains, liegenden Gemeindewald gekommen ? 3) Im J. 1312 lud König Heinrich die Herzoge Ludwig und Heinrich von Baiern zur Entscheidung ihres Streites zum Erscheinen in loco dicto ze den Hape, ubi Mogus fluvius Reni flumen ingreditur ein (Sitzungsberichte der hist. philosoph. Classe der k. Akademie der Wissenschaften zu Wien. XIV. S.230). Ich habe denselben Ort auch schon anderwärts gefunden, ohne jedoch die Stelle jetzt angeben zu können. Derselbe lag jedenfalls Kostheim gegenüber. Ist davon etwas Genaueres bekannt ? 4) In einem Güterverzeichnisse der v. Werborn von 1392 kommen in den östlich von Darmstadt gelegenen Dörfern mehrfach neben „Morgen-Landes“ auch „Jocharte-Landes“ vor und es wird dabei stets 1 Jochart = 1½ Morgen gerechnet. Ich erinnere mich nicht, in dieser Gegend der Bezeichnung Jochart sonst jemals begegnet zu sein. Sollte dieselbe dennoch üblich gewesen sein ? Landau.
Neueste Litteratur.Archiv für hessische Geschichte und Alterthumskunde VIII. H. 2. u. 3. Enthält : Genealog. Beiträge von Scriba. S. 315 etc.
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