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nach einem Wohlleben befriedet; daher ist auch die Zahl der Verarbeiter der Naturprodukte, sowie der Arbeiter für Bequemlichkeit der Maasstab nach welchem man die Entwickelung, Ausbildung und Verfall der Handwerker am sichersten beurtheilen kann.

Als 1498 Landgraf Wilhelm der Jüngere von Hessen mit Elisabeth, des Pfalzgrafen Philipp Tochter, seine Hochzeit zu Frankfurt hielt und viele Reichsfürsten anwesend waren, gab der Stadtrath Vorschriften wegen Sicherheitsmaßregeln. Nicht bezahlten Söldlingen, dem Krebsschaden des Stadtbudgets, sondern den Bürgern lag die Sicherheit ob. In den Wahlacten der deutschen Kaiser des Stadtarchivs, Tom. V. Blatt 28 b, finden wir den Wahlzettel für die Bürger zur täglichen Bewachung der sechs Stadtthore während der Hochzeitsfeierlichkeiten, aus welchem wir die Anzahl der Personen der Stubengesellschaften und Zünfte ersehen; nach Blatt 22 b dieser Akten gab der Landgraf nach vollzogener Hochzeit den Bürgern zwei Fuder Wein und zwanzig Hämmel zur Ergötzung, welche wie folgt vertheilt worden.

Es waren:

Personen

 

zur Wacht beordert

erhielten Viertel Wein

31

Limburg .........

6

6

24

Frauenstein .......

6

5

31

Krämerstube ......

6

6

40

Wollenweber ......

10

8

58

Schmiede ........

12

10

61

Metzger ........

15

10

44

Bäcker .........

10

8

49

Schuhmacher ......

15

8

22

Fischer .........

6

5

38

Steinmetzen .......

8

6

48

Schröter .........

10

8

82

Barchentweber .....

22

12

21

Steindecker .......

4

4

43

Buteler (Weisgerber) ..

10

6

100

Schneider ........

25

10

18

Hutmacher .......

4

4

17

Satteler .........

4

4

14

Sackträger .......

4

4

30

Scherer (Bartscherer) ..

6

5

32

Kistener (Schreiner) ...

8

6

27

Zimmerleute .......

6

6

36

Gärtner .........

8

8

 

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