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Dr. Jaup, Exc., eröffnete dieselbe, indem er den nach § 13 der Statuten vorgeschriebenen Bericht erstattete. Hiernach hatte der Verein 7 Mitglieder durch den Tod und 1 Mitglied durch Austritt verloren, während 10 Mitglieder neu hinzugetreten sind, so daß derselbe nunmehr 257 Theilnehmer zählt. Die Verbindung mit auswärtigen Gesellschaften gleicher Tendenz hat keine Unterbrechung erlitten, vielmehr einen reichen Zuwachs an Schriften herbeigeführt, welcher nebst den gemachten Ankäufen sowie den nicht unbedeutenden Geschenken von Privatpersonen der Vereinsbibliothek eine solche Ausdehnung gegeben hat, daß sie in dem bisherigen Lokal nicht mehr belassen, sondern in ein neues, geräumiges übergesiedelt werden mußte. Näheren Nachweis liefern die von dem Vereine in Gemeinschaft mit der historischen Gesellschaft zu Kassel, Frankfurt und Wiesbaden, vierteljährig herausgegebenen sog. periodischen Blätter. Die Einnahme betrug über 1000 fl., ebensoviel die Ausgabe, letztere hauptsächlich entstanden durch den Druck der im verflossenen Jahre erschienenen Schriften, welche den Mitgliedern ohne irgend eine Vergütung als den jährlichen geringen Beitrag, zukommen. Dessenungeachtet ist es möglich gewesen, eine neue größere Publikation, nämlich die Geschichte der Stadt Friedberg von Professor Dr. Dieffenbach, zu machen, welche sich bereits in den Händen der Mitglieder befindet und auch im Buchhandel zu beziehen ist. Den Beamten des Vereins, Hrn. Archivdirector Baur als Secretär, Hrn. Hofbibliothekar Dr. Walther als Bibliothekar und Conservator, und Hrn. Reallehrer Dr. Schäfer als Rechner sagte die Versammlung den lebhaftesten Dank für ihre mit mannichfachen Opfern verbundenen Mühewaltungen. – Hierauf legte der Präsident eine von Hrn. Pfarrer Lehr in Vöhl eingeschickte „Grenzbeschreibung des Kirchspiels Wingershausen“ vor, welche demnächst in der Zeitschrift des Vereins erscheinen wird. Eine höchst interessante Abhandlung über das Munimentum Trajani verlas Hr. Pfarrer Heber; auch dieses Manuscript soll in dem Archiv demnächst veröffentlicht werden. Der Präsident lenkte bei dieser Gelegenheit die Aufmerksamkeit auf ein vor Kurzem erschienenes Werk des Professor Dr. Klein in Gießen: „Die Kirche zu Großenlinden etc.“, indem er aus Nr. 40 des theologischen Literaturblattes zur allgemeinen Kirchenzeitung, welche eine ausführliche Besprechung dieser Schrift enthält, Mittheilung machte. Herr Geh. Oberdomänenrath Günther übergab ein Verzeichniß von Plänen, Prospecten, Rissen etc. vaterländischer Oertlichkeiten, soweit solche in seinem

 

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