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demselben und die Anlage eines befestigten Lagers neben demselben. Auch die Stelle, wo unser Mühlsteinfragment gefunden wurde, und sein Zustand dürfte für die Vertheidigungszwecke des Dünsbergswalls sprechen; er lag am Fuße dieses Walls, in der Mitte entzweigeborsten. Sollte er nicht bei einer Vertheidigung des Walls als letztes Wurfgeschoß (es fehlt am Dünsberg, der dort aus Thonschiefern besteht, an schweren Steinen) benutzt und dabei zersprungen sein? Jedenfalls möchte es von Interesse für die Alterthumskunde sein, wenn unser historischer Verein noch einmal einen kleinen entbehrlichen Betrag auf geeignete Nachforschungen an den Ringwällen des Dünsbergs verwenden wollte; vielleicht fänden sich nicht nur die übrigen Stücke unserer Mühle, sondern auch andere Materialien zur näheren Bestimmung des Zwecks der alten germanischen Ringwälle. Gießen, den 8. Januar 1860. Dickore, Zeichenlehrer.
Numismatisches.1) Nach zuverlässiger Mittheilung hat man auf die am 11. Mai d. J. stattfindende 25jährige Eröffnungsfeier des Gymnasiums zu Cassel, welche auch durch eine Druckschrift celebrirt werden soll, eine Denkmünze veranstaltet, welche von einem Medailleur zu Augsburg in der Größe eines Thalers der neuen Währung aus Britanniametall geliefert werden und demnächst zu 10 Sgr. das Stück zu beziehen sein wird. Alle Freunde des Gymnasiums und insbesondere der hessischen Münzkunde werden einstweilen darauf aufmerksam gemacht. 2) Einem Gerücht zufolge wird auch eine Denkmünze auf die bevorstehende Wiedereröffnung der Elisabethkirche zu Marburg vorbereitet. Kassel, im April 1860. H.
Neueste Literatur.Der Kampf zwischen der weltlichen und geistlichen Macht in Hessen während des Mittelalters. Vortrag des Dr.
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