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ergreifen ließ, während sich der Fürstbischof Adalbert III. weigerte, auf seine weltliche Herrschaft zu verzichten, bevor er von Seiten des deutschen Kaisers seines ihm geleisteten Eides entbunden sei. – Hierauf lieferte Herr geheime Justizrath Kersting aus Originalacten der hiesigen Regierung Beiträge zur Rechtspflege vor 100 Jahren. 8. Mai. Nachdem Herr geheime Justizrath Kersting seine Mittheilungen über die Rechtspflege vor 100 Jahren fortgesetzt, hielt Herr Domdechant Hohmann einen Vortrag über die Säcularisation der geistlichen Güter und Stiftungen des ehemaligen geistlichen Fürstenthums Fulda nach dessen Uebergang an den Prinzen von Oranien-Nassau Wilhelm Friedrich, - sowie über die neue Organisation des Fürstenthums durch denselben, dargethan aus den deßfalls von diesem Fürsten erlassenen Verordnungen, mit der Schlußbemerkung, daß aus letzteren hervorgehe, es sei die kurze kaum vierjährige Regierung desselben eine sehr humane, er selbst von dem besten Willen beseelt gewesen, seine neuen Unterthanen in jeder Beziehung glücklich zu machen.
d) Zu Hanau.3. April. Herr Inspector Pelissier legte Abbildungen von Alterthümern in den Umgebungen Roms, namentlich auf dem Wege von Rom nach Tivoli vor und erläuterte dieselben in historischer, topographischer und künstlerischer Beziehung. 1. Mai. Herr Prokurator Osius berichtete über die Geschichte und die gegenwärtigen Verhältnisse des Badeortes Nauheim. 5. Juni. 1) Herr Dr. Rößler gab Aufschlüsse über die Richtung der Flussbette des Mainz und der Kinzig in der Umgegend von Hanau. 2) Herr Baurath Müller berichtete über die Restauration des Kaiserdoms in Speier. 3) Herr Landbaumeister Arnd trug ein humoristisches, in fuldaer Mundart verfaßtes Gedicht des Geheimen Raths Welle vor, welches den Festzug bei Doctorpromotionen in Fulda vor 100 Jahren schildert. 26. Juni. Herr Metroploitan Calaminus besprach die in den letzten Jahren gegen die reformirte Kirche Kurhessens unternommenen Angriffe.
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