|
.. |
414
Einzelne gefundene Gegenstände : A. Ein eigenthümlich geformtes Schlößchen. B. In der Nähe des Gerippes Nr. 13, – jedenfalls zu diesem gehörend, - fand sich ein kleiner, schmiedeeiserner Kessel, der vielleicht als Helmhaube oder Schildbuckel diente. An dem Rande desselben waren mehrere broncene Knöpfe angebracht, von denen noch drei vorhanden sind. – Durchmesser der Oeffnung – ohne den 2,7 Cm. breiten Rand – 11 Cm., Tiefe 8 Cm. Leiß, Oberlieutenant.
Der Wintersberg bei Ems.Zur Topographie des Lahnthals. Unter den zum Lahnthal abfallenden Höhen, welchen den pittoresken Thalkessel von Bad Ems bilden helfen, scheint die bis dahin gar wenig beachtete Hochfläche des Winterbergs eine größere Aufmerksamkeit zu verdienen als ihr bisher zu Theil geworden. Zwischen die auf die Sohlen des Lahnthals senkrecht einmündenden schluchtenartigen Thalgründe der Braunebach und Wißbach mit seinem breiten Rücken und nach drei Seiten sargartig steil abgedachten Gehängen mitten hineingestellt, erhebt sich der Berg auf dem linken Ufer der Lahn, während der Fluß in bogenförmigem Laufe seinen Fuß netzt, zwar zu minderer Höhe, etwas über 300´ über der Lahn, als die meisten übrigen Nachbarberge, aber sein Relief ist ganz eigenthümlich geformt durch das breite, ebene Feld seiner Platte, die einem Halbbataillon den trefflichsten Manöverirplatz darbieten könnte, während geschlossener Niederwald seine Gehänge deckt und auch der vordere, dem Lahnthal zugewendete Theil seiner Platte mit dichtem Gebüsch bewachsen ist. Eine in Waldung verborgene großartige Felsgruppe von Thonschiefer bildet hier, mit 30 Fuß hohen theilweise fast senkrechten Wandungen die Kuppe des Abhangs; unmittelbar über und hinter derselben nimmt die weite Fläche ihren Anfang, in deren Hintergrund der Wintersberger Hof unter Linden halb versteckt liegt. Das Panorama, das ob dieser vor Kurzem gelichteten Kuppe sich darbietet, soll hier unbeschrieben bleiben, kein Freund der Natur, der Ems besucht und eine Bergpartie von einer Viertelstunde nicht zu scheuen braucht, wird in Zukunft diesen Punkt unbesucht lassen. Was aber diesem von der Natur so bevorzugten Platze noch ein erhöhetes Interesse gewährt, ist die antiquarisch-historische Bedeutung, die derselbe besitzt und die
|
.. |