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Unterhalb der Schrift ist die leere Fläche des Steines verziert durch ein in einen Kreis ein geschlossenes (P) Christuszeichen mit a und wzu beiden Seiten des Hauptbalkens, in den unteren Ecken des Steins wie zwei gegen einander gewendete Täubchen. Da der Stein gelegentlich anderer christlichen Monumente des Mittelrheins seiner Zeit eine besondere Besprechung in unsern Annalen finden wird, so können wir hier darauf verzichten, die eigenthümlichen Ligaturen und Formen einzelnen Buchstaben (Q, L, T, F) typographisch nachzubilden.– Herrn Scheuten verdanken wir die Einsicht und Fundnotizen über eine ansehnliche Reihenfolge von ihm mit vielem Fleiß gesammelter römischer Kaisermünzen aus Boppard und Umgegend, Herr Gastwirth Müller (zum Spiegel) gab uns Gelegenheit, Münzen und andere römische Antiquitäten aus derselben Gegend einzusehen und theilweise für unser Museum zu erwerben; mit der höchsten Anerkennung aber müssen wir des stillen, aber erfolgreichen Wirkens gedenken, mit welchem Herr Oberförster Mohr die Jahre seines vorübergehenden Aufenthalts in Boppard durch die allergewissenhaftesten Begehungen und Aufnahmen aller auf den nahen Höhen des Hunsrücks belegenen und auf Boppard bezüglichen Verschanzungen, Straßenzüge u. dgl. gekennzeichnet hat. Möchte die Bescheidenheit des Verfassers diese wahrhaft verdienstlichen Untersuchungen und chartographischen Scizzen der Oeffentlichkeit nicht allzulange vorenthalten, möchten unsere sämmtlichen werthen Vereinsgenossen daselbst überhaupt zu einem gemeinsamen Vorgehen sich entschließen, um der Alterthumskunde und Geschichte ihrer Stadt diejenige Würdigung verschaffen zu helfen, deren sie in der wissenschaftlichen Welt fast noch gänzlich entbehrt und die sie doch in so hohem Grade verdient.

 

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