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( jedenfalls christlicher Zeit) zugeschrieben werden darf. Sollten spätere Funde irgend welche metallene Beigaben bei anderen Leichen zu Tage fördern, so würde sich eine nähere Andeutung viel bestimmter geben lassen.

Interessant ist übrigens auch der von dem Secretär damals aufgenommene geognostische Terrain-Durchschnitt der Fundstelle. Es folgen sich hier, von oben nach unten, 1) 2´ 3´´ Damm-Erde, 2) ein 6–9´´ breiter Streifen Bims-Sand, 3) eine 8–10´´ mächtige feste Schicht Traß-Sand, 4) ein schwärzlicher Letten-Streif von 8´´, 5) ein schmaler hellgelber 3 bis 4´´ starker Lettenstreif, 6) eine zwischen 6´´ und 2´´ Mächtigkeit variirende Schicht Traß-Sand, 7) eine zwischen 12´´, 8´´ und 6´´ variirende Schicht Bims-Sand, darunter endlich 8) fester anstehender Lehm. Sämmtliche Gräber standen mit der Sohle im schwärzlichen Letten (4), ragten durch die ganze Trasssand-Schicht (3) hinauf und endeten im Bimssand (2), alle waren 1´ 4´´ tief und mit Bimssand und Dammerde bis oben hin ausgefüllt.

6) Die antiquarischen Merkwürdigkeiten von Boppard haben uns, besonders seitdem mit dem Bürgermeister Herrn Syrée eine ziemliche Zahl dortiger Honoratioren unserm Verein als active Mitglieder beigetreten waren, mehrfach beschäftigt und mehrere Zusammenkünfte unserer Vorstandsmitglieder mit dortigen Vereinsgenossen veranlaßt. Insbesondere nahmen die stattlichen Ueberreste der römischen Stadtmauer unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch und suchten wir für die Erhaltung und sorgfältige Aufnahme und Zeichnung jener Denkmäler zu wirken. Einstweilen ist in dem Herrn Maler Schlad für die Ausführung solcher architektonischen Zeichnung ein Künstler gefunden, dessen Geschicklichkeit und warmer Eifer für die baulichen Zierden seiner Vaterstadt nichts zu wünschen übrig läßt. Wir benutzen den Anlaß einen römisch-christlichen Grabstein zu veröffentlichen, der beim Abbruch eines Stückes jener inneren Stadtmauer, da wo sie die Hauptstraße von Boppard quer durchsetzte, in diesem Frühjahr sich und zwar auf der Innenseite derselben vermauert gefunden hat. Der Stein hat 2½´ Länge, 1½´ Breite und 6´´ Dicke; die Inschrift, mit einem Falz eingefaßt und liniirt, ist nur auf der einen Kante etwas beschädigt. Sie lautet :

 

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