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Was zum Schluß die Veranlassung, sowie die historische Erklärung dieser merkwürdigen Denkmünze betrifft, so wird es schwer sein, hierüber ins Klare zu kommen, wenn man nicht die von Hoffmeister II. S. 84 erwähnte Sage gelten lassen will, der Landgraf Philipp habe bei seiner Rückkehr in sein Land nach dem Frieden von Kadan (1534) der Universität Marburg auf ihre Beglückwünschung eine dergleichen Denkmünze überreichen lassen. Da die Münzmeistersilge G. W. bis jetzt noch nicht erklärt ist, so liegt die Vermuthung nahe, das Stück sei eine s. g. Volksmedaille und also ohne Zuthun oder Geheiß des Landgrafen entstanden, wie es deren auch in der hessischen Münzgeschichte bis auf die neueste Zeit mehrere gibt. Der Schluß der Reversumschrift: Exo 15 deutet übrigens die Bibelstelle (Exodus d. h. II Mos. 15, 2) an, wo sich der Spruch der Umschrift findet.

Marburg.                                                         Dr. Buchenau.

 

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Familie Muhli.

Ueber die Familie des Valentin Muhli, durch welchen der Sage nach der General Breda in dem Treffen bei Riebelsdorf im Jahre 1640 getödtet worden sein soll, hat uns Herr Steuer-Revisor Reichmann Auszüge aus dem Ziegenhainer Kirchenbuche mitgetheilt, denen wir das Nachstehende entlehnen.

1604 lebt der Wachtmeister Valentin Muhli.

1614 lebt der Soldat Adam Muhli.

1627 lebt Mag. Joh. Muhli, Diakon.

1632 lebt der Kapitän Valentin Muhli.

Als des Kapitäns, oder wie er seit 1635 genannt wird, des Kapitain-Majors Valentin Muhli Söhne ergeben sich:

1635 Simon Muhli, Schultheis zu Borken;

1635 Reinhard Muhli, welcher in d. J. sich verehlicht;

1640 Hans Kaspar Muhli; Metzger, von welchem dasselbe in d. J.
                      geschieht;

1644 Ludwig Muhli, desgleichen.

Im Jahre 1644 tritt wieder ein Wachtmeister und Kapitain Valentin Muhli auf. Es ist das derselbe, der schon unter 1604 vorkam. Ob dieser aber mit dem gleichnamigen Kapitain-Major identisch ist, ergibt sich nicht. Unter den im Jahre 1656 Beerdigten heißt es: „Der alte Wachtmeister

 

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