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XVII werfen und dadurch der Verfolgung am Main ein Ziel zu setzen. Mit seiner fliehenden Cavallerie verschwand auch General Lamboy vom Kampfplatz und lieferte dadurch den praktischen Beweis, dass er schon jetzt den Tag für verloren ansah und überdies besonderen Werth darauf legte, seinen Truppen unter so schwierigen Umständen wenigstens den Oberbefehlshaber unversehrt zu erhalten. Es war inzwischen 12 Uhr geworden und der erste Akt des Treffens konnte als beendet gelten. Der Landgraf hatte alle Ursache, mit den bisherigen Ergebnibsen zufrieden zu sein, die den Siegern überdies nur sehr unerhebliche Verluste zugefügt hatten. Während der nunmehr eintretenden Gefechtspause ritt der Fürst mit Feldmarschall Leslie und dem Gefolge durch das Nürnberger Thor in die glücklich befreite Stadt. Auch wurden alsbald an 600 mit Brod und Mehl beladene Wagen, sowie mehrere Heerden Schlachtvieh, welche Wilhelm V. vorsorglich aus dem selbst nothleidenden Hessen zur Proviantierung Hanaus hatte nachführen lassen, in die Festung geschafft. Die durch seinen entschlossenen Beistand von so langer Angst, Sorge und Noth mit einem Schlage erlösten Einwohner strömten ihm in dicht gedrängten Schaaren entgegen und hiessen ihren Erretter unter stürmischem Jubel und dem Geläut aller Glocken willkommen. Sein erster Weg durch Hanau's Strassen führte den gottesfürchtigen Herrn zur Marienkirche in der Altstadt, um vor allem dem Herrn der Heerschaaren für den unter göttlichem Beistand so leicht errungenen Sieg aus vollem Herzen zu danken und die Fülle seiner Macht und Gnade mit freudigem Gemüth zu preisen. Nach Beendigung der kirchlichen Feier liess Wilhelm den Almosenpflegern sogleich 3000 Mark zur Vertheilung an die bedürftigsten Armen einhändigen und begab sich sodann in den „Weissen Löwen", das Quartier des General Ramsay, um bei diesem das Mittagsmahl einzunehmen und die weiteren Massregeln gegen den Feind zu verabreden. Während dessen hatte vor der Stadt der Kampf bereits wieder begonnen, indem sich das schwedisch-
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