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XVIII ganz besonderen Ausnahmerechten beliehenen Bannwäldern fortgebildet haben und welche die Grundlage der späteren Kronwälder und damit des jetzigen Staatswaldbesitzes geworden sind. Werfen wir nun noch einen raschen Blick auf die Ausdehnung der Wälder. Zur Zeit der Römerkriege nahm die Bewaldung den grössten Theil des Landes ein. Urwälder deckten nicht nur die hohen Gebirge, sondern auch die niedrigeren Gebirgsstöcke und die Flussniederungen. Die mehr oder minder ausgedehnten besiedelten Gefilde des Hügel- und Flachlandes waren geschieden und durchsprengt von grösseren und kleineren Waldmassen, die in den, den Wohnsitzen nahe gelegenen Theilen in Buschholz mit mehr oder weniger Oberholzbäumen übergegangen waren. Auf den Weideflächen bis in die Feldmarken hinein und bis an die Höfe standen vereinzelt und horstweise masttragende Bäume. Mit der Völkerwanderung wurden weite Landstriche von den Germanen verlassen und Slaven setzten sich in den verödeten Gefilden bis zur Elbe und Saale fest. Dann traten mit der zunehmenden Volksmenge neue Urbarmachungen ein. Der Wald wurde zurückgedrängt durch die Ausbaue der Freien in den Marken und durch die Besiedelung der Seitenthäler in den Gebirgen, wobei seit dem 7. Jahrhundert die Kirche durch Klostergründungen segensreich half. Doch die deutschgebliebenen Theile des Landes reichten nicht aus: die Auswanderung in den slavisch gewordenen Osten dauerte bis in das 12. Jahrhundert und die Eindeichung der Marschen noch 100 Jahre länger. Erst seit dem 13. Jahrhundert hat sich die Waldausdehnung nicht wesentlich mehr verändert. Von da ab nahmen die emporblühenden Städte den Bevölkerungsüberschuss in sich auf und die Faustrechtszeit verwandelte viele kleine Walddörfer wieder in wüste Stätten, die nachher vielfach bewaldet geblieben sind. Das Klima entsprach diesen Zuständen. Zur Zeit der Römer hatte Deutschland ein Wald- und Sumpfklima. Nebel und Regen herrschten vor, trockene Jahre und niedriger Wasserstand der Flüsse |
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