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XXXIII tenen und 200 unberittenen Cavalleristen, 500 Infanteristen und einigen Artilleristen bestand. General Czernischeff liess ein Kosacken - Regiment bei der Neuen Mühle über die Fulda und gegen das Frankfurter Thor vorgehen, richtete aber seinen Angriff wieder gegen die Unterneustadt, indem er eine grosse Batterie auf dem kleinen Forst aufstellte und mit dem neuformirten Bataillon, abgesessenen Dragonern und zwei Geschützen gegen das Leipziger Thor vordrang. Die hier postirte Jäger-Carabinier-Compagnie ging sofort zu ihm über. Unter diesen Umständen, d. h. bei der Unzuverlässigkeit der Truppen und der inzwischen auch bemerkbarwerdenden Aufsätzigkeit der Bevölkerung, schloss der General Allix eine Capitulation ab, nach welcher den Truppen freier Abzug mit Waffen und Gepäck aber ohne Geschütz bewilligt wurde, und zog um 7 Uhr Abends auf der Wolfhager Strasse ab. Am 1. October rückte der General Czernischeff ein und erklärte die Auflösung des Königreichs Westfalen. Zwar konnte er sich nicht halten, sondern marschirte am 3. ab; auch kehrte am 7. der General Allix mit französischen Truppen, am 16. sogar der König wieder zurück, doch hatte die Sache keinen Bestand mehr. Die Schlacht bei Leipzig machte die vorläufige Auflösung zu einer endgültigen. Am 26. October verliess der König für immer die Stadt, am 29. rückte der General St. Priest von der Blücher'schen Armee ein, am 30. zog der Kurprinz und am 21. November der Kurfürst unter dem Jubel der Bevölkerung in Kassel ein Statt der Monatsversammlung im Mai unternahm der Verein am 29. Mai c. einen Ausflug nach dem Odenberge, woselbst Herr Dr. Brunner in einem längeren Vortrage den Anwesenden die Bedeutung des Odenberges und seiner Umgebung in Sage und Geschichte vor Augen führte. Nach Eröffnung der Monatsversammlung am 27. September c. durch den Vorsitzenden, Herrn Major a. D. von Stamford, gedachte der letztere zunächst mit warmen Worten der hohen Verdienste, welche der in voller Manneskraft dahingeschiedene Ober- Mittheilungen. 3 |
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