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LVIII

Das erschien aber diesem zu hoch, während es der Züricher Verleger nur unter der Bedingung zahlen wollte, dass sich Spindler verpflichtete, alle seine Werke bei ihm drucken zu lassen, worauf aber dieser nicht einging. Daraus ist zu entnehmen, dass er mit dem „Bastard“, einer dem damaligen Geschmack durch seine grausigen Episoden und durch den Gegensatz von wahrhaft teuflischen Menschen auf der einen und engelgleichen Charakteren auf der andern Seite zusagenden Geschichte, ein recht gutes Geschäft gemacht hatte. Die „Zwillinge“ erschienen Anfangs der dreissiger Jahre bei Edler in zweiter Auflage. Eine andere unter seinen zahlreichen Werken enthaltene kleine Novelle „Der Gang ins feindliche Lager“ findet .sich in den 1830 erschienenen „Moosrosen“ und behandelt denselben Gegenstand, wie das vorerwähnte Drama „Klärchen von Hanau“. Die Schilderung von Spindlers weiterem Lebensgang lag ausser dem Bereich der Aufgabe, die sich der Herr Vortragende gestellt hatte. Spindler starb nach längeren Leiden den 12. Juli 1855 an einem Herzschlag zu Bad Freiersbach im Schwarzwald und zwar an demselben Tage, an dem seine Tochter sich verheirathete. Er liegt begraben auf dem Friedhof von Petersthal, wo ihm die letztere ein einfaches Denkmal setzen liess. Auch diese starb früh (1861 in Paris) und hinterliess einen einzigen Sohn, welcher gegenwärtig Eisenbahningenieur in Corsika ist. Fräulein Margarethe Rösler ist eine Tochter seines Schwiegersohns aus zweiter Ehe.

Die Versammlung nahm den klaren und hochinteressanten Vorfrag mit lebhaftem Beifall auf.

Im Mai fiel die Monatsversammlung aus. Durch Erlass vom 17. dess. Mts. bewilligte der Herr Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten dem Verein für das laufende Etatsjahr abermals eine Beihilfe von 500 Mark.

10. Juni. Der Vorsitzende, Herr Pfarrer Junghans, eröffnete die Versammlung mit einigen Worten über die unmittelbar bevorstehende 250 jährige Feier des Lamboyfestes und dessen Bedeutung für Hanau. Er verwies in dieser Hinsicht auf den Inhalt der elften Vereins-Mittheilung und legte zugleich ein im Archiv des Vereins aufbewahrtes Autogramm des Generals von

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